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Sind sie für reaktevierung Bahn zum Edersee staumauer und Bau einer Bahnsticchtrecke von Wabern nach homberg Efze oder reaktevierung Kanonenbahn

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Frage von Michael E. •

Sind sie für reaktevierung Bahn zum Edersee staumauer und Bau einer Bahnsticchtrecke von Wabern nach homberg Efze oder reaktevierung Kanonenbahn

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Antwort von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Guten Tag Hr. E.,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich freue mich über Ihr Interesse an unserer Region – und ich denke auch, dass man den Edersee oder die Altstädte entlang Fulda und Eder am Besten mit Bahn, Bus und Rad erkunden kann.

Die Reaktivierung der Kanonenbahn erscheint mir eher nicht sinnvoll und durchführbar. Teile der Strecke sind nur mit substantiellem finanziellen und technischen Aufwand nutzbar, da viel Technik abgebaut wurde und die Infrastruktur insgesamt schlecht ist. Das wäre ein Kostenrahmen, der nur mit Landes- und Bundeshilfe zu leisten wäre. Das Land hat im Moment andere Prioritäten und ist auch in einer sehr angespannten Haushaltslage.

Damit diese Trasse wirtschaftlich und ökologisch sinnhaft wäre, müsste über eine Reaktivierung bis nach Malsfeld zur Bahnstrecke zwischen Kassel und Fulda nachgedacht werden, da sehr wahrscheinlich die Nachfrage nach Fahrten nach Homberg nicht ausreicht. Auf dem Teilstück zwischen Homberg und Malsfeld sind umfassende Bauten und Ertüchtigungen notwendig, die absehbar nicht realistisch sind. Ich bin sehr bei Ihnen, dass die ländlichen Regionen und kleineren Orte dazwischen an einen guten ÖPNV angeschlossen sein sollten. Deshalb setze ich mich für besser getaktete Busverbindungen ein und gemeinsam mit dem NVV für Machbarkeitsstudien und bessere Finanzierung. 

Die Bahn zum Edersee wurde damals gebaut, um Equipment für den Bau des Pumpspeicherkraftwerks zu transportieren. Seitdem hat diese Bahn keine Nutzung mehr erfahren. Diese Strecke hat mehr Potenzial, da die Ederseeregion touristisch sehr attraktiv ist. Dazu muss geklärt werden, wem diese Strecke gehört und was der Finanzbedarf wäre. Ein Vorteil bei dieser Strecke ist auch, dass die politische Rückendeckung viel breiter ist. Eine Bewegung hier würde ich unterstützen.

Beste Grüße,

Christoph Sippel

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