Wie wollen Sie dem akuten Lehrermangel an den Schulen im Land entgegenwirken?
Ich stelle diese Frage weil ich Lehrerin von Beruf bin aber meine Ausbildung wurde leider nicht anerkannt!
Damit weniger Unterricht ausfällt, brauchen wir mehr Personal in unseren Schulen. Hier trifft die Frage nach kurzfristigen Maßnahmen den Nagel auf den Kopf, denn wir brauchen gute Unterrichtsversorgung jetzt. Als geeignete Maßnahmen sehe ich folgendes.
Seiteneinsteigerprogramme sollten wir aufrecht erhalten, dabei müssen wir jedoch die Begleitung durch Qualifizierung und Mentoren so verbessern, dass die Abbrecherquote sinkt.
Das Modellprojekte Duales Studium muss ausgeweitet werden. Die frühe Verzahnung von Theorie und Praxis zeigt Studierenden schnell auf, ob der Lehrberuf, der Richtige für sie ist und verbessert die Kompetenzen im Unterrichten.
Insbesondere im Lehramtsstudium Mathematik gibt es eine extrem hohe Abbrecherquote. Dies aufgrund von Studieninhalten, die nicht praxisrelevant sind. - Hier müssen praxisrelevante Studieninhalte eingeführt werden, die zugleich die Abbrecherquote senken.
Der künftige Praxislerntag in den 7. bis 9. Klassen an unseren Sekundar-, Gemeinschafts- und Förderschulen bringt nicht nur den Nachwuchs frühzeitig an einem Tag in der Woche mit der Berufswelt in Kontakt und fördert berufsrelevante Kompetenzen. Um die Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen zu stärken, kann der Praxislerntag auch genutzt werden, um selbstorganisiertes Lernen systematisch zu entwickeln.
Multiprofessionelle Teams sollen die Schulteams um Menschen mit anderen Berufsqualifikationen bereichern. Damit können unsere Kinder und Jugendlichen beim Lernen und bei der persönlichen Entfaltung professionell vielfältiger begleitet werden.
