Wie kann Betreuung für Pflegebedürftige gewährleistet werden? Wie vermeide ich das "abrutschen" in die eigene Altersarmut? Wo bekomme ich pflegerische Unterstützung um mich zu entlasten, z.B. Urlaub?

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Frage von Sigrid Z. •

Wie kann Betreuung für Pflegebedürftige gewährleistet werden? Wie vermeide ich das "abrutschen" in die eigene Altersarmut? Wo bekomme ich pflegerische Unterstützung um mich zu entlasten, z.B. Urlaub?

Ich kann meinen reduzierten Stundenumfang (ich bin Pflegeperson zweier hochaltriger Eltern) bei e. Kürzung d. Rentenpunkte nicht mehr aufrecht erhalten (war wegen Kindererziehung 13 Jahre nicht erwerbstätig);ich müsste also wieder von 65 auf 100% Stundenumfang umsteigen. Ich bin 63 Jahre alt

und leide sehr unter der Belastung der Pflege, möchte aber meine Eltern noch nicht ins Heim abgeben, beide kommen unter Einbindung e. Pflegedienstes,(ich bin Pflegeperson zweier hochaltriger Eltern) bei e. Kürzung d. Rentenpunkte nicht mehr aufrecht erhalten;beide kommen unter Einbindung eines Pflegedienstes, meiner Tätigkeit als pflegende Angehörige und zweier Betreuungspersonen (stundenweise), sowie einer Reinigungskraft einigermaßen gut zurecht; ich überlege ob ich für beide einen Aufenthalt in ein Pflegeheim anstreben soll, da ich die Pflege meiner Eltern, sollte das PNOG in der geplanten Form Gesetz werden, nicht mehr aufrecht erhalten kann.

Mit freundlichen Grüßen

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau Z.,

vielen Dank, dass Sie mir Ihre persönliche Situation so offen schildern.

Zwei hochaltrige Eltern zu versorgen, gleichzeitig berufstätig zu bleiben und dabei die eigene Alterssicherung im Blick behalten zu müssen, ist eine enorme Belastung.

Für die CDU NRW und mich als Ihrem örtlichen Landtagsabgeordneten gilt ein klarer Grundsatz:

Wer Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige übernimmt, darf dadurch nicht selbst in die Altersarmut geraten. Häusliche Pflege ist eine große gesellschaftliche Leistung, ohne die unser Pflegesystem nicht funktionieren würde.

Deshalb ist entscheidend, dass Veränderungen in der Pflegeversicherung nicht dazu führen, dass pflegende Angehörige ihre Erwerbstätigkeit aus Sorge um die eigene Alterssicherung wieder ausweiten und deshalb eine bislang funktionierende häusliche Pflege aufgeben müssen. Gerade wer bereits wegen Kindererziehung beruflich zurückgesteckt hat und später die Pflege der Eltern übernimmt, verdient Anerkennung und eine verlässliche soziale Absicherung.

Gleichzeitig müssen wir pflegende Angehörige stärker entlasten. Niemand sollte Pflege bis zur eigenen Erschöpfung leisten müssen. Dazu gehören verlässliche ambulante Angebote ebenso wie Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege und damit auch die Möglichkeit, selbst einmal eine Auszeit nehmen zu können.

Die CDU Nordrhein-Westfalen hat sich ausdrücklich zum Ziel gesetzt, Altersarmut infolge von Care-Arbeit zu verhindern und sich beim Bund dafür einzusetzen, dass häusliche Pflege stärker in der Rente berücksichtigt wird.

Eine Pflegereform darf Menschen nicht vor die Wahl stellen, entweder ihre Eltern weiter zu Hause zu versorgen oder ihre eigene Alterssicherung zu gewährleisten.

Für das, was Sie für Ihre Eltern leisten, wünsche ich Ihnen viel Kraft und ebenso die notwendige Unterstützung und Entlastung.

Wenn Sie selbst einmal eine Auszeit oder einige Tage Urlaub benötigen, möchte ich Sie ausdrücklich ermutigen, auch die Möglichkeiten der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zu nutzen. Diese Leistungen sind gerade dafür vorgesehen, pflegende Angehörige zeitweise zu entlasten.

Die kostenlose Pflegeberatung der StädteRegion Aachen berät Sie hierzu und unterstützt Sie auch dabei, für Ihre Eltern eine passende Betreuung für diesen Zeitraum zu finden; für Stolberg ist Herr Stephan Löhmann unter 0241 5198-5065erreichbar. Bei Rückfragen können sie sich jederzeit an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Scheen-Pauls MdL

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