Herr Merz, wie wollen Sie enttäuschte Wähler zurückgewinnen, wenn Sie fast 60 % der Wähler in Sachsen-Anhalt pauschal Parteien zuordnen, die unsere Demokratie infrage stellen?
Ihre Aussage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, wonach „fast 60 Prozent“ der Wähler Parteien gewählt hätten, die demokratische Institutionen grundlegend infrage stellen, halte ich für problematisch.
Mir geht es ausdrücklich nicht darum, AfD, BSW oder Linke zu verteidigen. Eine Partei und ihre Wähler sind jedoch nicht dasselbe. Wer aus Protest oder Enttäuschung eine Partei wählt, teilt damit nicht automatisch deren Agenda.
Wenn Sie als Bundeskanzler solche Wähler zurückgewinnen möchten, erscheint mir eine pauschale Einordnung kontraproduktiv. Auch Ihre Aussage, die Menschen künftig „in ihrer ganzen Emotionalität stärker erreichen“ zu müssen, steht dazu in einem Widerspruch.
Ähnlich problematisch empfand ich die Bezeichnung einer kritischen Kinderärztin als „Nutznießerin“ des Gesundheitssystems. Solche Zuspitzungen können den Eindruck verstärken, dass Kritik nicht ernst genommen wird.
So geht es nicht weiter!!!
Sehr geehrter Herr B.,
Sie haben über das Internetportal „abgeordnetenwatch.de“ eine Frage an mich gerichtet. Dafür danke ich Ihnen.
Ich stehe Bürgerinnen und Bürgern selbstverständlich für Fragen, Hinweise und Anliegen zur Verfügung. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich solche Zuschriften grundsätzlich über meine direkten Kommunikationskanäle beantworte.
Sie erreichen mein Abgeordnetenbüro per E-Mail unter friedrich.merz@bundestag.de oder postalisch über den Deutschen Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin.
Fragen zur Arbeit der Bundesregierung und zur Bundespolitik können zudem über die Internetseite der Bundesregierung unter https://www.bundeskanzler.de/bk-de/service/kontakt oder per E-Mail an bundeskanzler@bundesregierung.de gerichtet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Friedrich Merz MdB
Dieser Text ist ein Standard-Textbaustein, der die Frage nicht beantwortet. Wir zählen sie daher nicht in der Statistik.
