Was tun Sie für die gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland im Bezug auf Endometriose?

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Hansjörg Durz
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Was tun Sie für die gesundheitliche Lage der Frauen in Deutschland im Bezug auf Endometriose?

Sehr geehrter Herr D., bei mir wurde vor 1 Jahr nach 19 Jahren ohne Diagnose die Erkrankung Endometriose festgestellt. Bei dieser chronischen Erkrankung wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Die Folgen der Erkrankung reichen von starken
Unterleibsschmerzen bis hin zur Sterilität. Trotz allem ist die Ursache der Erkrankung ungeklärt und die Behandlung konzentriert sich ausschließlich auf die Behandlung der Symptome.
Obwohl zwei Millionen Frauen bundesweit von der Erkrankung betroffen sind, wird auf der Bundesebene zu wenig getan, um die Betroffenen zu unterstützen und die Forschung in diesem Bereich zu fördern. So dauert es beispielsweise im Schnitt zwischen sechs und zehn Jahren, bis die Erkrankung korrekt diagnostiziert wird.
Den Forderungskatalog der Endometriose Vereinigung Deutschland e.V. finden Sie hier: https://www.endometriose-vereinigung.de/files/endometriose/ueber%20uns/Endo%20Politisch/Forderungskatalog%20zur%20BTW%202021.pdf

Frage von Karin A. am
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Sehr geehrte Frau A.,

vielen Dank für Ihr Schreiben.

Lassen Sie mich an dieser Stelle sagen, dass meines Erachtens noch viel zu wenig über dieses Thema gesprochen wird. Es ist darum überaus unterstützenswert, dass die Endometriose Vereinigung Deutschland e.V. zu diesem Thema öffentlich aufklärt und den politischen Kontakt sucht.
Neben einer größeren Öffentlichkeit brauchen wir aber auch grundsätzlich im Bereich der gynäkologischen Erkrankungen eine Stärkung der Forschung, insbesondere im universitären Bereich.
Darüber hinaus sollten auch niedergelassene Frauenärzte mehr über diese und andere Erkrankungen aufklären, sodass bereits die Frauenärzte als erste medizinische Ansprechpartner gezielt aufklären und frühzeitig weitere Maßnahmen ergreifen können.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hatte darüber hinaus unter Leitung von Bundesminister a.D. Jens Spahn das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen mit der Erstellung einer Patienteninformation „Endometriose“ beauftragt, über die Erkrankung und mögliche Behandlungen zu informieren. Diese Information wurde im Jahr 2021 unter Berücksichtigung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse aktualisiert. Diese Patienteninformationen sind abrufbar unter: www.gesundheitsinformation.de/endometriose.html.

Ich bin überzeugt, dass dieses Thema auch unter der neuen Bundesregierung an Bedeutung gewinnen muss und wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Hansjörg Durz

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