Werden Sie sich dafür einsetzen, dass der wirkverstärkende Effekt von Methadonhydrochlorid auf die Chemotherapie in von der öffentlichen Hand finanzierten klinischen Studien untersucht wird?
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hatte parteiübergreifend einstimmig für eine staatliche Finanzierung zur klinischen Forschung von Methadonhydrochlorid in der Krebstherapie gestimmt. Da Methadon nicht mehr patentierbar ist, wird die Privatindustrie diese Studien nie finanzieren.
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2018/_04/_30/Petition_78411.html
Guten Tag,
wir haben uns als Fraktion seit vielen Jahren für eine öffentlich finanzierte Gesundheitsforschung eingesetzt und jährlich dafür Mittel im Haushalt beantragt. Gerade in relevanten Bereichen, wo die kommerzielle Forschung mangels Profitaussichten nicht genug investiert, muss es eine öffentliche Forschung geben (z.B. Antibiotikaentwicklung gegen resistente Keime). Das kann auch für Methadon in der Krebstherapie gelten. Ob die Forschung hier versorgungswichtig ist, muss von Fachleuten aus der Wissenschaft beurteilt werden und ist nicht Sache der Politik. Denn wir legen großen Wert darauf, dass fachlich-wissenschaftliche Fragen nicht nach Gusto in der Bundesregierung oder dem Bundestag beantwortet werden.
Viele Grüße
Heidi Reichinnek
