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Guten Tag Frau Rathgeb, was tun Sie als Mutter gegen die Ursachen für erhöhte Kinderarmut in Deutschland? Insbesondere die Chancengleichheit für diese Kinder in allen Bereichen in der Zukunft aus?

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Isabell Rathgeb
CDU
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Frage von Markus S. •

Guten Tag Frau Rathgeb, was tun Sie als Mutter gegen die Ursachen für erhöhte Kinderarmut in Deutschland? Insbesondere die Chancengleichheit für diese Kinder in allen Bereichen in der Zukunft aus?

Die Bundesrepublik wurde von diversen internationalen Institutionen bereits wegen der hohen Kinderarmut mehrfach gerügt. Kinder- und Jugendarbeit ist aber Landesangelegenheit, deshalb die Fragen an Sie. Wie nehmen dabei auch Rücksicht in der Reform der Grundsicherung auf Bundesebene, wenn man weiß, dass sehr viele Kinder (unabhängig von den Eltern) Bürgergeld (später Grundsicherung) erhalten. Sie - die Kinder - können nichts für ihre Situation. Abschließend möchte ich sagen, dass mir bewusst ist, dass Kinder unter 16 Jahren nicht zu der Klientel von den Politikern gehören, da diese nicht wählen dürfen. Aber meine feste Überzeugung ist als Vater ist, dass Politik für Kinder ein wesentlicher Beitrag zur Zukunft von BE und Deutschland ist. Es würde mich freuen, wenn Sie entsprechende Antworten geben könnten. Vielen Dank.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihre sehr wichtige Frage. Als dreifache Mutter bewegt mich das Thema Kinderarmut nicht nur politisch, sondern auch persönlich.

Kein Kind sucht sich seine Lebensumstände aus. Und ja: Kinderarmut ist in einem wohlhabenden Land wie Deutschland nicht hinnehmbar. Dies bewegt uns auch auf den verschiedenen politischen Ebenen, z.B. auch im Kreistag, wo ich mich bereits heute als CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende für Kinder und Familien einsetze.

Für mich ist klar: Der wirksamste Schutz vor Kinderarmut ist starke Bildung, frühe Förderung und die Stärkung der Familien. Genau hier liegt auch die Verantwortung unseres Landes.

1. Früh ansetzen – gute Startchancen schaffen
Wir müssen in Kitas und Grundschulen besonders dort investieren, wo Kinder es schwerer haben. Sprachförderung, kleinere Gruppen, gezielte Unterstützung und qualifiziertes Personal sind entscheidend. Die CDU steht für Qualität in der frühkindlichen Bildung, denn gut Lesen, Schreiben und Rechnen können eröffnet Chancen und stärkt das Selbstvertrauen. Wir stehen auch für eine bessere Verzahnung von Jugendhilfe und Schule.
Daher fordern wir ein kostenfreies und gleichzeitig verpflichtendes letztes Kindergartenjahr, um einen guten Start in der Schule zu ermöglichen.  

2. Bildung als Schlüssel zur Chancengleichheit
Kein Talent darf verloren gehen, nur weil die Eltern wenig verdienen. Mir ist wichtig, dass jedes Kind die Schule besucht, die zu ihm passt. Deshalb brauchen wir eine verpflichtende Grundschulempfehlung, verlässliche Ganztagsangebote, Hausaufgabenbetreuung, Schulsozialarbeit und eine starke Berufsorientierung. Wir wollen junge Menschen noch mehr stärken - mit Bildung, die Wissen vermittelt, und auch Werte wie Respekt und Verantwortung. Denn Bildungspolitik ist die wirksamste Sozialpolitik.

3. Arbeit muss sich lohnen – Familien stärken
Kinderarmut ist in den meisten Fällen Elternarmut. Deshalb ist es zentral, dass Eltern Arbeit finden und von ihrem Einkommen leben können. Wir als CDU setzen auf Qualifizierung, Fachkräftesicherung und eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze schafft. Bei uns haben Arbeitsplätze Vorrang. Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für soziale Sicherheit.

4. Zielgenaue Unterstützung statt Bürokratie
Bei der Reform der Grundsicherung auf Bundesebene ist mir wichtig: Leistungen müssen verlässlich bei den Kindern ankommen. Gleichzeitig dürfen wir keine Strukturen schaffen, die Perspektivlosigkeit verfestigen. Unterstützung und Förderung müssen Hand in Hand gehen. Kinder brauchen Schutz – aber auch Vorbilder, Stabilität und Perspektiven.

5. Starke Kinder- und Jugendarbeit vor Ort
Vereine, Jugendhäuser, Sport, Musikschulen und vieles mehr – all das gibt Halt, Gemeinschaft und Selbstvertrauen. Hier sehe ich das Land klar in der Verantwortung, die Kommunen ausreichend zu unterstützen. Gerade Kinder aus einkommensschwachen Familien profitieren besonders von solchen Angeboten.

Sie sprechen einen wichtigen Punkt an: Kinder unter 16 wählen zwar noch nicht. Doch für mich als Christin ist jeder Mensch wichtig und wertvoll, unabhängig vom Alter. Schon als Jugendliche habe ich selbst eine Jugendgruppe geleitet, war Klassen- und Schülersprecherin und habe mich für Kinder und Jugendliche eingesetzt. Ich bin unterwegs an Schulen, in Jugendeinrichtungen und vieles mehr. Denn ich bin davon überzeugt: Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Und daher lohnt es sich, in sie zu investieren. Und wir wissen: Jeder Euro, der hier investiert wird, kommt 16fach zurück :-). 

Als Mutter, als Unternehmerin, als mehrfach ehrenamtlich Engagierte und auch als Kandidatin ist es mein Anspruch, auch hier unser Baden-Württemberg und damit auch unsere Kinder nach vorne zu bringen.

Herzlichen Dank auch für Ihr Engagement als Vater und darüber hinaus.

Ihnen und Ihren Lieben alles Gute, bleiben Sie gesund und munter!

Mit herzlichen Grüßen
Isabell Rathgeb

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