Sind Sie für die Reform, dass das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt ist?
Sehr geehrte Frau S.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Aus unserer Sicht ist eine starre Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung der falsche Weg. Wir wollen nicht, dass der Staat immer neue Altersgrenzen vorgibt. Vielmehr gehört die Entscheidung über den Eintritt in den Ruhestand stärker in die Hand des Einzelnen.
Wir setzen uns deshalb für einen flexibleren Renteneintritt ein. Wer länger arbeiten möchte und sich mit seinem Arbeitgeber darüber verständigt, soll dies tun können und entsprechend höhere Rentenansprüche erwerben. Die Rentenhöhe richtet sich dabei nach den eingezahlten Beiträgen und dem Zeitpunkt des Renteneintritts. (siehe Drs.-Nr. 21/2165)
Entscheidend ist für uns die Leistungsgerechtigkeit. Wer jahrzehntelang gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt hat, muss im Alter bessergestellt sein als jemand, der deutlich weniger eingezahlt hat. Deshalb wollen wir unter anderem, dass 25 Prozent der Altersrente nicht auf die Grundsicherung im Alter angerechnet werden.
Die demografischen Herausforderungen dürfen nicht einseitig auf dem Rücken der Beitragszahler und Rentner gelöst werden. Versicherungsfremde Leistungen müssen konsequent aus Steuermitteln finanziert werden. Die notwendigen Mittel sind durch eine klare Neuausrichtung der Prioritäten im Bundeshaushalt bereitzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Kay Gottschalk, MdB
Finanzpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion
