Stimmen Sie für die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung? Und wenn ja, wie können Sie das verantworten?
Sehr geehrte Frau F.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Zunächst einmal handelt es sich hier um einen Vorschlag der sogenannten „Rentenkommission“, die umfangreiche Maßnahmen zur Stabilisierung unseres Rentensystems vorgelegt hat. Die Regierungskoalition ist gewillt, diese Vorschläge im Wesentlichen umzusetzen, da der demografische Wandel uns schlichtweg dazu zwingt, etwas zu unternehmen und das Gesamtkonzept schlüssig wirkt. Ohne ausgewogene Maßnahmen, die aber allen ein wenig abverlangen, würde die Zukunft vor allem steigende, sinkende Renten oder eben ein noch viel stärker ansteigendes Einstiegsalter bedeuten.
Die Kopplung des Einstiegalters an die Lebenserwartung fällt verhältnismäßig moderat aus. So würden (bei STEIGENDER) Lebenserwartung alle zehn Jahre ein Plus von 6 Monaten vollzogen. Im Jahr 2042 wäre man bei 67,5 Jahren, 70 Jahre würde man erst im Jahr 2092 erreichen. Ich finde, das ist zumindest ein Ansatz, den man diskutieren kann. Und das wird nun im Zuge des Herbstes passieren. Es wird einen Vorschlag der Bundesregierung geben, der dann im parlamentarischen Verfahren be- und verhandelt wird. Dieser Prozess steht uns noch bevor, so dass ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt auch keine verbindliche Auskunft zu meinem Abstimmungsverhalten geben kann.
Mit freundlichen Grüßen
Macit Karaahmetoglu, MdB
