Stimmen Sie im Bundestag gegen die am 02.07.2026 beschlossene Einschränkung des IFG (Einführung „berechtigtes Interesse“, Streichung des Gebührendeckels), um Bürgerrechte und Transparenz zu wahren?
Sehr geehrter Herr Brand,als Abgeordneter der CDU/CSU-Fraktion tragen Sie die Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 2. Juli 2026 zur de-facto-Abschaffung des Bundes-Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) mit. Wie rechtfertigen Sie diesen massiven Angriff auf die demokratische Kontrollfunktion der Zivilgesellschaft vor Ihren Wählerinnen und Wählern?Warum unterstützt die Union eine Reform, die das fundamentale Prinzip eines transparenten Staates umkehrt, indem Bürgerinnen und Bürger künftig ein behördlich prüfbares „berechtigtes Interesse“ nachweisen müssen, um überhaupt Akteneinsicht zu erhalten?Inwiefern deckt es sich mit dem freiheitlichen Staatsverständnis der Union, das Anfragerecht für Vereine und NGOs komplett zu streichen, Verantwortlichkeiten in Behörden durch pauschale Namensschwärzungen unsichtbar zu machen und den Zugang zu Informationen über die Abschaffung des Gebührendeckels (bisher 500 Euro) zu einem Privileg für Gutbetuchte zu machen?
Lassen Sie mich mit einer Frage antworten: Glauben Sie, dass es irgendeinen Sinn macht, wenn man statt Fragen zu stellen nur rhetorische Fragen stellt, die einen einzigen Angriff auf eine Regelung darstellen, die abgewogen und in gar keiner Weise in die Richtung orientiert ist, wie Sie sie hier unterstellen?
Man könnte jetzt auf einzelne Dinge eingehen, aber vielleicht verzichten wir zunächst auf polemische Fragen und orientieren uns mehr an den Fakten.
Was meinen Sie dazu?
