Hallo Frau Gohlke, Werden Sie für die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung stimmen und somit für eine kontinuierliche automatische Erhöhung des Rentenalters?
Sehr geehrter Benjamin S.,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage!
Ich bin seit 2009 Abgeordnete der Linken im Deutschen Bundestag. Seit dieser Zeit kämpfe ich mit meiner Fraktion im Deutschen Bundestag, für eine gesetzliche Rente, die den einmal erreichten Lebensstandard auch im Alter sichert und endlich vor Armut schützt. Wir kämpfen darum, dass das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent vor Steuern angehoben wird und Rentenkürzungen, wie zum Beispiel die Rente erst ab 67, wieder abgeschafft werden mögen.
Um allen Menschen im Alter ein armutsfreies Leben zu ermöglichen, muss eine steuerfinanzierte, einkommens- und vermögensgeprüfte Solidarische Mindestrente in Höhe von derzeit 1.400 Euro netto zuzüglich der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und in besonders teuren Städten gegebenenfalls ein reformiertes Wohngeld eingeführt werden.
In der Alterssicherung gilt das Prinzip das gute Arbeit und gute Löhne im Alter eine gute Rente verspricht.
Kurz gesagt: Nur anständige Löhne führen zu guten Renten. Darum stimme ich für einen gesetzlicher Mindestlohn, der im Jahr 2026 auf 16 € anzuheben ist.
Die Fraktion DIE LINKE fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Rentenpolitik: Statt Altersarmut, Renten rauf!
Dieser Kurswechsel wird leider auch nicht mit den Vorschlägen der Rentenkommission eingeleitet. Überlegungen, wie die die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung und somit für eine kontinuierliche automatische Erhöhung des Rentenalters stimme ich und stimmen wir Linken nicht zu.
Für einen Ruhestand in Würde und für soziale Teilhabe im Alter für Jede und Jeden brauchen wir einen Mindeststandard in der gesetzlichen Rente.
Deshalb will DIE LINKE eine steuerfinanzierte, einkommens- und vermögensgeprüfte Solidarische Mindestrente einführen.
Mit freundlichen Grüßen,
Nicole Gohlke, MdB