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Was tun sie zum Erhalt der Generationengerechtigkeit?

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Frage von Matthias R. •

Was tun sie zum Erhalt der Generationengerechtigkeit?

Nicht zuletzt wegen des jüngsten Rentenpakets habe ich immer mehr das Gefühl, dass der Genertationenvertrag einseitig zu Lasten der Alten ausgelegt wird. Laut dem IW-Kurzbericht 59/2025 hat z.B. die Altersklasse 75 und älter *in allen Vermögensklassen* deutlich mehr Vermögen als die Gruppe 35-44 oder gar die Gruppe unter 35 Jahren. Gleichzeitig wird es durch steigende Abgaben und Lebenshaltungskosten erschwert, Vermögen aufzubauen. Der Zustand von Schulen und Kitas verschlechtert sich stetig. Klimaziele werden aufgeweicht und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft (Breitbandausbau, Energiewende, ...) verschlafen oder aktiv verhindert.

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr R.,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie sprechen ein wichtiges Thema an: Generationengerechtigkeit bedeutet, dass wir die Interessen von Jung und Alt gleichermaßen im Blick behalten müssen. Das ist eine der größten politischen Herausforderungen unserer Zeit.

Sie haben Recht: Viele junge Menschen erleben hohe Wohnkosten, steigende Lebenshaltungskosten und einen erschwerten Vermögensaufbau. Gleichzeitig besteht erheblicher Investitionsbedarf bei Schulen, Kitas, Digitalisierung und Infrastruktur. Hier dürfen wir nicht auf Kosten kommender Generationen leben.

Deshalb verfolgt die Bundesregierung mehrere Ziele gleichzeitig:

  • Wir investieren so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr in Schienen, Straßen, Brücken, Digitalisierung, Energieinfrastruktur, Forschung und Bildung. Das sind Investitionen, die die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig sichern.
  • Mit der Staatsmodernisierung wollen wir Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und Verwaltung digitalisieren, damit wichtige Projekte schneller umgesetzt werden können.
  • Familien und Kinder werden durch den Ausbau der Kinderbetreuung, Investitionen in Schulen sowie Reformen im Sozialstaat unterstützt. Gute Bildung ist der wichtigste Baustein für Chancengerechtigkeit.
  • Eine stabile gesetzliche Rente ist ebenfalls Teil der Generationengerechtigkeit. Denn sie schützt Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, vor Altersarmut. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass die Finanzierung dauerhaft tragfähig bleibt. Deshalb gehören für mich auch eine höhere Erwerbsbeteiligung, mehr qualifizierte Zuwanderung, Produktivitätssteigerungen und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zur Lösung.

Die von Ihnen angesprochenen Vermögensunterschiede zwischen den Generationen sind real. Allerdings profitieren nicht alle älteren Menschen von hohen Vermögen – viele Rentnerinnen und Rentner verfügen nur über eine kleine Rente oder geringe Rücklagen. Deshalb sollten wir Generationengerechtigkeit nicht als Gegensatz zwischen Jung und Alt verstehen, sondern als gemeinsame Aufgabe.

Mein Anspruch ist, Politik so zu gestalten, dass wir heute notwendige Investitionen tätigen, ohne die Chancen kommender Generationen aus dem Blick zu verlieren. Dazu gehören solide Staatsfinanzen ebenso wie Investitionen in Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum.

Vielen Dank, dass Sie dieses wichtige Thema angesprochen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Parsa Marvi


 

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