Warum wird nicht die Erbschaftssteuer zur Generationengerechtigkeit herangezogen. Schließlich haben die Erbenden nichts dafür geleistet.
Lieber Herr S.,
vielen Dank für die Nachricht!
Hinter Erbschaften stehen oft lebenslange Arbeit, unternehmerisches Risiko und Verantwortung der Eltern oder Großeltern, die bewusst für ihre Kinder vorsorgen. Dahinter steckt immer der Gedanke von Generationengerechtigkeit: Die ältere Generation baut etwas für die Jüngere auf.
Zusätzliche Belastungen, ob bei Betriebsvermögen oder Wohneigentum, können Nachfolge, Investitionen und Beschäftigung schwächen – das kann künftigen Generationen auch schaden, statt ihnen Chancen zu eröffnen.
Gleichzeitig wird das Bundesverfassungsgericht voraussichtlich noch in diesem Jahr erneut über das Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht entscheiden. Einer Debatte über eine möglicherweise notwendige Reform werden wir uns nicht entziehen. Mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens in Deutschland beruht auf Erbvermögen und etwa die Frage der Vergünstigung von Betriebsvermögen wird diskutiert werden.
Das Erbschaftsteuerrecht muss gerecht sein, ohne Investitionen und Beschäftigung zu schwächen.
Mit freundlichen Grüßen
Pascal Reddig
