Was bedeutet für Sie eine Politik, die Transformation (notwendigen Wandel) mit Beschäftigung und Zusammenhalt sichern will?
Wie wollen Sie vermitteln, dass Transformation eine Chance für regionale Wertschöpfung und nicht Bedrohung ist?
Wenn wir Transformation von Energie und der Wirtschaft wollen, brauchen Weiterbildung und Qualifizierung als zentrales Zukunftsversprechen. Wie soll, kann das gehen?
Ich glaube wir brauchen auch eine Beteiligung die Bürger, Kommunen, Betriebe früh einbinden. Wie kann das aussehen?
Soziale Abfederung muss dabei glaube ich sichtbar gemacht werden und darf nicht nur technisch beschrieben werden.
Planungs- und Genehmigungsprozesse müssen radikal vereinfacht werden, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Was wären Ihre Maßnahmen?
Und wir brauchen viel mehr sichtbare Geschichten des Gelingens, Beispiele die zeigen, wo Wandel funktioniert und Jobs entstehen.
Lieber Herr W.,
für mich heißt Transformation: Wir gestalten den notwendigen Wandel aktiv und sozial gerecht. Sie darf nicht gegen Beschäftigte, Kommunen oder Regionen laufen, sondern muss Arbeit sichern, neue Perspektiven schaffen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Baden-Württemberg hat dafür beste Voraussetzungen mit einer starken Industrie und innovativem Mittelstand.
Damit Transformation als Chance wahrgenommen wird, braucht es Verlässlichkeit und konkrete Vorteile vor Ort. Erneuerbare Energien, GreenTech, Kreislaufwirtschaft und klimafreundliche Mobilität schaffen regionale Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze. Unser Ziel ist, dass Jobs und Wertschöpfung im Land bleiben – mit Technologieführerschaft „made in Baden-Württemberg“ und dem Prinzip: Mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben.
Weiterbildung und Qualifizierung sind das zentrale Zukunftsversprechen. Lebenslanges Lernen muss einfach zugänglich, praxisnah und finanziell abgesichert sein, besonders für Beschäftigte im industriellen Wandel. Das gibt Sicherheit in Veränderungsprozessen. Entscheidend ist frühe Beteiligung. Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Betriebe und Beschäftigte müssen früh eingebunden werden, etwa bei Energie- und Infrastrukturprojekten. Beteiligung schafft Akzeptanz und Vertrauen.
Soziale Abfederung muss sichtbar sein – durch bezahlbare Energie, gute Löhne und sichere Übergänge. Gleichzeitig brauchen wir deutlich schnellere und einfachere Planungs- und Genehmigungsprozesse. Und wir brauchen mehr Geschichten des Gelingens: Beispiele aus Betrieben und Kommunen, die zeigen, dass Wandel funktioniert und Arbeitsplätze schafft. Hier finde ich die Orte voller Energie ein gelungenes Format, um erfolgreiche Projekte sichtbar zu machen. Transformation ist eine Chance für Wohlstand, Zusammenhalt und Zukunft.
Beste Grüße
Ihr Simon Schwarz
