Frage an Stephan Albani bezüglich Senioren

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Stephan Albani
CDU
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Frage an Stephan Albani von Florian E. bezüglich Senioren

Sehr geehrter Herr Albani,

meine Frage an Sie befasst sich mit dem Thema Pflege. Was werden wir zukünftig tun müssen oder besser gesagt, was möchten Sie und die CDU tun, um eine gute Pflege für alle langfristig sicherzustellen ? Schon heute gibt es einen großen Fachkräftemangel in der Altenpflege, was u.a. auf schlechte Arbeitszeiten, niedriege Entlohnung und fehlende Wertschätzung in der Gesellschaft mit sich bringt. Wenn Sie mit Mitarbeitern, pflegenden Angehörige oder Menschen im Heim/ambulante Versorgung reden, vermissen diese meistens den Punkt Zeit. Das Gespräch oder sich einmal einen moment Zeit für den Kunden nehmen ist nicht vorgesehen, da dieses auch nicht durch Kassen bezahlt wird, aber das vermissen die Menschen. Minister Bahr von der FDP trägt auch nicht gerade zur Verbesserung bei, wenn er die Pflege nach Zeit einführt. Wie sind also Ihre Zukonftskonzepte ?

Mit freundlichen Grüßen

Florian Eiben

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Sehr geehrter Herr Eiben,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Pflege. Da dies Thema uns alle, gerade im Alter, betreffen kann, ist es ein sehr wichtiges Thema. Die CDU-geführte Bundesregierung hat daher diesem Thema in der vergangenen Legislaturperiode bereits besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So wurde im Dezember 2012 die „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ von der Bundesregierung, den Ländern und Kommunen und weiteren zahlreichen Trägern unterzeichnet. Damit wird die Aus- und Weiterbildung in der Pflege schon jetzt gestärkt. Leider ist es um das Ansehen der Pflegeberufe nicht immer zum Besten gestellt. Die alltäglichen Höchstleistungen des Pflegepersonals werden häufig durch die Skandale einzelner überschattet.

Daher will die Union Best-Practice-Ansätze zur Rekrutierung, Qualifizierung und Förderung von Pflegekräften erarbeiten. Wir müssen die Attraktivität des Berufes ganzheitlich steigern, dazu gehört auch eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Zur Attraktivitätssteigerung gehört aber auch eine Entbürokratisierung des Pflegeberufs. Das Pflegepersonal muss im Schwerpunkt bei den zupflegenden Menschen sein und nicht an der Checkliste im Büro. Die CDU-geführte Bundesregierung konnte mit dem Pflegeneuausrichtungsgesetz bereits erste Schritte in der Entbürokratisierung umsetzen. Auf diese Erfolge müssen wir aufbauen und in der Zukunft Regeln und Vorschriften dauerhaft auf Zweckmäßigkeit prüfen. Bei allem müssen wir die Finanzierbarkeit im Auge haben. Die Pflegeversicherung hat sich als Erfolgsmodell präsentiert. Sie bleibt aber nur eine Absicherung für die Pflegegrundversorgung. Für die Gesellschaft bedeutet dies, dass wir uns darüber klar sein müssen, dass private Vorsorge immer wichtiger wird. Die CDU hat durchgesetzt, dass der Staat private Vorsorge finanziell unterstützt und solche seit dem 01.01.2013 finanziell fördert.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Albani

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