Stehen Sie für den Vorschlag, das Rentenalter an die Lebenszeit zu koppeln, oder sind Sie dagegen?
Sehr geehrte Frau Meyer,
im neuen Papier steht, daß das Renteneintrittsalter an die Lebenszeit gekoppelt werden soll. Sehen Sie das genauso oder stimmen Sie dagegen?
LG, Ruth T.
Sehr geehrte Frau T.,
da die Abstimmung zum Reformpaket im Bund stattfindet, kann ich als Landtagsabgeordnete mich an der Abstimmung leider nicht beteiligen.
Deswegen hier nur meine persönliche Haltung dazu: Ich bin dagegen, das Renteneintrittsalter an die Lebenszeit zu koppeln, da es an der Lebensrealität vieler Menschen vorbeigeht. Es werden dabei diverse Punkte nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt, u.a. dass Arbeit Menschen unterschiedlich fordert oder wie lange jemand arbeitet oder ob Sorgearbeitszeiten berücksichtigt werden oder wie die Gesundheitssituation ist und weiteres.
Dass zudem die abschlagsfeie Rente nach 45 Beitragsjahren abgeschafft werden soll, führt gerade bei vielen körperlich oder psychisch hart arbeitenden Menschen zu einer herausfordernden finanziellen Situation im Alter.
Altersarmut wird mit den Vorschlägen aus meiner Informationslage heraus eher verstärkt, als entgegengewirkt.
Dass grundsätzlich nicht wenige junge Menschen die Rente vieler älterer Menschen finanzieren können ist aber auch klar. Reformen sind also nötig, aber gerecht müssen sie sein. Das sehe ich in den großen Linien des geplanten Reformpaketes allerdings nicht, sonderen nur an einigen wenigen vermeintlich kleineren geplanten Maßnahmen.
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Meyer
