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Sind Sie für die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung? Würden Sie tatsächlich für so eine Anpassung stimmen, wie sie geplant wurde?

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Tim Bückner
CDU
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Frage von Milena V. •

Sind Sie für die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung? Würden Sie tatsächlich für so eine Anpassung stimmen, wie sie geplant wurde?

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau V.,

vielen Dank für Ihre Fragen über Abgeordnetenwatch.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass die gesetzliche Rentenversicherung und damit auch die Festlegung des Renteneintrittsalters in die Zuständigkeit des Bundes fallen. Daher stellt sich für mich als Landtagsabgeordneten die Frage, wie ich über eine konkrete Änderung des Renteneintrittsalters abstimmen würde, nicht.

Unabhängig davon ist die Diskussion über die Zukunft unseres Rentensystems wichtig. Deutschland steht vor einem tiefgreifenden demografischen Wandel: Die Menschen werden erfreulicherweise älter, gleichzeitig gehen die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach in den Ruhestand, während immer weniger junge Menschen nachrücken. Das stellt die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung vor große Herausforderungen.

Die CDU vertritt die Auffassung, dass das Rentensystem auch für kommende Generationen verlässlich und finanzierbar bleiben muss. Dazu gehören unter anderem bessere Rahmenbedingungen für längeres freiwilliges Arbeiten sowie die Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge.

Vor diesem Hintergrund halte ich eine Verknüpfung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung grundsätzlich für möglich. Der demografische Wandel macht deutlich, dass wir langfristig Reformen benötigen, um die Leistungsfähigkeit unseres Rentensystems zu sichern. Allerdings kann es dabei keine starre oder einheitliche Lösung für alle geben. Die Lebens- und Arbeitsrealitäten unterscheiden sich erheblich,  insbesondere zwischen Menschen mit körperlich belastenden Berufen und solchen, die bis ins höhere Alter problemlos arbeiten können. Deshalb müssten mögliche Anpassungen sozial ausgewogen ausgestaltet und mit langen Übergangsfristen eingeführt werden, damit sich die Menschen darauf einstellen können und Planungssicherheit haben.

Unser Ziel muss ein Rentensystem sein, das sowohl den heutigen Rentnerinnen und Rentnern als auch den nachfolgenden Generationen dauerhaft Sicherheit bietet.

Mit freundlichen Grüßen

Tim Bückner

 

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