Einführung einer Übergewinnsteuer

Der Bundestag hat über einen Entschließungsantrag (PDF) der Grünen zur Einführung einer Übergewinnsteuer abgestimmt, welcher im Zusammenhang mit dem geplanten Tankrabatt steht. Die Grünen fordern die Bundesregierung auf, stattdessen eine nationale Übergewinnsteuer einzuführen und weitere Maßnahmen zur Entlastung bei hohen Energiepreisen umzusetzen.

Die Steuer soll Unternehmen treffen, die in Krisenzeiten aufgrund ihrer starken Marktstellung besonders hohe zusätzliche Gewinne erzielen. Nach dem Vorschlag der Grünen soll die Steuer greifen, wenn die Gewinne um mindestens 15 Prozent über dem Durchschnitt der sieben Vorkrisenjahre liegen und Unternehmen ihre Preise stärker erhöhen, als es durch Kosten und Nachfrage zu erklären ist. Der Steuersatz soll mindestens 33 Prozent betragen und grundsätzlich für alle Branchen gelten. 

Darüber hinaus fordern die Grünen, das Kartellrecht weiter zu verschärfen und Menschen bei hohen Energiepreisen über ein direkt ausgezahltes Energiekrisengeld zu unterstützen. Außerdem soll die Stromsteuer für Haushalte und Unternehmen auf den europarechtlich zulässigen Mindestsatz gesenkt werden. Die Fraktion sieht diese Maßnahmen als Alternative zum Tankrabatt, den sie unter anderem wegen der möglichen ausbleibenden Weitergabe der Steuersenkung und seiner Verteilungswirkung kritisiert.

Der Entschließungsantrag wurde mit 417 Nein-Stimmen abgelehnt. 127 Abgeordnete der Fraktionen Die Linke und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stimmten dafür, es gab keine Enthaltungen.

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Dafür gestimmt
127
Dagegen gestimmt
417
Enthalten
0
Nicht beteiligt
86
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Lars HaiseLars HaiseAfD264 - Waiblingen Dagegen gestimmt
Portrait von Metin HakverdiMetin HakverdiSPD23 - Hamburg-Bergedorf – Harburg Dagegen gestimmt
BundestagskandidatMirco HankerAfD50 - Braunschweig Nicht beteiligt
Portrait von Jürgen HardtJürgen HardtCDU/CSU102 - Solingen – Remscheid – Wuppertal II Dagegen gestimmt
Portrait von Sebastian HartmannSebastian HartmannSPD96 - Rhein-Sieg-Kreis I Dagegen gestimmt
Portrait von Britta HaßelmannBritta HaßelmannBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN131 - Bielefeld – Gütersloh II Dafür gestimmt
Bild Matthias Hauer MdBMatthias HauerCDU/CSU119 - Essen III Dagegen gestimmt
Portrait von Jochen HaugJochen HaugAfD94 - Köln III Dagegen gestimmt
Portrait von Mechthild HeilMechthild HeilCDU/CSU197 - Ahrweiler Dagegen gestimmt
Portrait von Hubertus HeilHubertus HeilSPD45 - Gifhorn – Peine Dagegen gestimmt
Frauke HeiligenstadtFrauke HeiligenstadtSPD52 - Goslar – Northeim – Göttingen II Dagegen gestimmt
Portrait von Gabriela HeinrichGabriela HeinrichSPD243 - Nürnberg-Nord Dagegen gestimmt
Portrait von Linda HeitmannLinda HeitmannBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN19 - Hamburg-Altona Dafür gestimmt
Porträt Matthias Helferich, MdBMatthias HelferichAfD142 - Dortmund II Nicht beteiligt
Portrait von Mark HelfrichMark HelfrichCDU/CSU3 - Steinburg – Dithmarschen Süd Dagegen gestimmt
Portrait von Udo HemmelgarnUdo HemmelgarnAfD134 - Lippe I Dagegen gestimmt
Portrait von Marc HenrichmannMarc HenrichmannCDU/CSU126 - Coesfeld – Steinfurt II Dagegen gestimmt
Portrait von Stefan HenzeStefan HenzeAfD47 - Hannover-Land II Dagegen gestimmt
Diana HerbstreuthCDU/CSU194 - Saalfeld-Rudolstadt – Saale-Holzland-Kreis – Saale-Orla-Kreis Dagegen gestimmt
Mareike Hermeier, MdBMareike HermeierDie Linke123 - Steinfurt I – Borken I Nicht beteiligtMutterschutz/ Elternzeit
Foto lächelnd mit rotem HintergrundNadine HeselhausSPD125 - Borken II Dagegen gestimmt
Martin Hess MdBMartin HessAfD265 - Ludwigsburg Dagegen gestimmt
Portrait von Nicole HessNicole HessAfD Dagegen gestimmt
Heike Heubach steht und lacht im Foyer des Paul-Löbe-Hauses in BerlinHeike HeubachSPD252 - Augsburg-Land Nicht beteiligt
Portrait von Moritz HeubergerMoritz HeubergerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN80 - Berlin-Tempelhof-Schöneberg Dafür gestimmt

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