Klimaanpassung und Naturschutz im Grundgesetz verankern

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert in einem eingebrachten Antrag (PDF), Klimaanpassung und Naturschutz als neue Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz zu verankern. Dadurch sollen insbesondere Kommunen langfristig und verlässlich finanziell unterstützt werden, um sich besser auf Folgen des Klimawandels wie Hitze, Starkregen und Hochwasser vorzubereiten und zugleich Natur und biologische Vielfalt zu schützen. 

Gemeinschaftsaufgaben sind Bereiche, in denen der Bund bei Aufgaben der Länder mitwirken und sich an ihrer Finanzierung beteiligen kann. Die Grünen erhoffen sich unbürokratische und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten durch den Bund. Im Grundgesetz gibt es solche Regelungen bislang unter anderem für die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie für die Agrarstruktur und den Küstenschutz. Nach dem Antrag der Grünen sollen mit der neuen Gemeinschaftsaufgabe beispielsweise kommunale Konzepte, Risikoanalysen und konkrete Investitionen in die Klimaanpassung gefördert werden. Außerdem fordert die Fraktion einen angemessenen Personalschlüssel für das kommunale Klimaanpassungsmanagement sowie eine bessere Abstimmung bestehender Förderprogramme. Ein gemeinsamer Koordinierungsausschuss von Bund, Ländern und Kommunen und ein bundesweit einheitliches digitales Monitoringsystem sollen die Umsetzung begleiten.

Die Grünen begründen ihren Antrag unter anderem damit, dass vielen Kommunen finanzielle und personelle Mittel für Klimaanpassung und Naturschutz fehlen. Eine dauerhaft geregelte gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder soll deshalb mehr Planungssicherheit für entsprechende Maßnahmen vor Ort schaffen.

Der Antrag wurde mit 438 Nein-Stimmen abgelehnt. 136 Abgeordnete stimmten dafür, es gab eine Enthaltung von Stefan Seidler.

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Dafür gestimmt
136
Dagegen gestimmt
438
Enthalten
1
Nicht beteiligt
55
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Hauke FingerAfD113 - Krefeld II – Wesel II Dagegen gestimmt
Portrait von Simone FischerSimone FischerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN258 - Stuttgart I Dafür gestimmt
Christoph FrauenpreißCDU/CSU29 - Cuxhaven – Stade II Dagegen gestimmt
Portrait von Thorsten FreiThorsten FreiCDU/CSU286 - Schwarzwald-Baar Dagegen gestimmt
Portrait von Michael FrieserMichael FrieserCDU/CSU244 - Nürnberg-Süd Dagegen gestimmt
Portrait von Markus FrohnmaierMarkus FrohnmaierAfD260 - Böblingen Dagegen gestimmt
Dr. Götz FrömmingGötz FrömmingAfD56 - Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I Dagegen gestimmt
Der Bundestagsabgeordnete Rainer GallaRainer GallaAfD63 - Frankfurt (Oder) – Oder-Spree Dagegen gestimmt
Boris GamanovBoris GamanovAfD296 - Saarbrücken Dagegen gestimmt
Portrait von Schahina GambirSchahina GambirBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN133 - Minden-Lübbecke I Dafür gestimmt
Portrait von Matthias GastelMatthias GastelBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN262 - Nürtingen Dafür gestimmt
Portrait von Alexander GaulandAlexander GaulandAfD161 - Chemnitz Nicht beteiligt
Portrait von Kathrin GebelKathrin GebelDie Linke128 - Münster Dafür gestimmt
Portrait von Wilhelm GebhardWilhelm GebhardCDU/CSU168 - Werra-Meißner – Hersfeld-Rotenburg Nicht beteiligt
Thomas GebhartThomas GebhartCDU/CSU210 - Südpfalz Dagegen gestimmt
Portrait von Jonas GeisslerJonas GeisslerCDU/CSU237 - Coburg Nicht beteiligt
Portrait von Katalin GennburgKatalin GennburgDie Linke84 - Berlin-Marzahn-Hellersdorf Dafür gestimmt
Portrait von Martin GersterMartin GersterSPD292 - Biberach Dagegen gestimmt
Foto Dr. Jan-Niclas Gesenhues Jan-Niclas GesenhuesBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN127 - Steinfurt III Dafür gestimmt
Portrait von Alexis GierschAlexis GierschAfD Dagegen gestimmt
Stefan GlaserCDU/CSU282 - Lörrach – Müllheim Dagegen gestimmt
Portrait von Vinzenz GlaserVinzenz GlaserDie Linke281 - Freiburg Dafür gestimmt
Portrait von Ronald GläserRonald GläserAfD75 - Berlin-Pankow Nicht beteiligt
Portrait von Angelika GlöcknerAngelika GlöcknerSPD209 - Pirmasens Dagegen gestimmt
Portrait von Hannes GnauckHannes GnauckAfD57 - Uckermark – Barnim I Dagegen gestimmt