Mindestanforderungen für die Wasserwiederverwendung

Der Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments fordert die Kommission auf, die überarbeitete Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Mindestanforderungen für die Wasserwiederverwendung anzunehmen und erneut zu befassen. Darin werden klarere Rechtsvorschriften und eindeutigere Regelungen für die Wiederverwendung von Wasser gefordert.

Mit 87% Zustimmung im Parlament wurde der Antrag angenommen. Die Gegenstimmen kamen aus rechtspopulistischen bis rechtsextremen Fraktionen. Die deutschen Europaabgeordneten stimmten dem Antrag ebenfalls zu, nur drei MdEP waren dagegen.

 

Weiterlesen
Dafür gestimmt
82
Dagegen gestimmt
3
Enthalten
2
Nicht beteiligt
9
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten Absteigend sortieren
Bernd Kölmel Bernd Kölmel ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) Enthalten
Portrait von Jörg Meuthen Jörg Meuthen AfD (EFDD) 1 - Bundesliste Dagegen gestimmt
Portrait von Marcus Pretzell Marcus Pretzell AfD (ENF) 1 - Bundesliste Dagegen gestimmt
Portrait von Martin Sonneborn Martin Sonneborn fraktionslos 1 - Bundesliste Dagegen gestimmt
Portrait von Christian Ehler Christian Ehler CDU/CSU (EVP) 1 - Brandenburg Nicht beteiligt
Portrait von Hans-Olaf Henkel Hans-Olaf Henkel ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) 1 - Bundesliste Nicht beteiligt
Portrait von Thomas Händel Thomas Händel DIE LINKE (GUE/NGL) 1 - Bundesliste Nicht beteiligt

Laut Europaparlament werde aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wasser die Frage der korrekten und effizienten Bewirtschaftung der Wasserressourcen immer dringlicher, da die Wasserressourcen zunehmend knapper und kostbarer würden. Mindestes die Hälfte der Bevölkerung der EU sei derzeit besorgt über die Wasserquellen, obwohl Europa nicht als trockener Kontinent gelte. Es müssen daher auf EU-Ebene angemessene Lösungen für den Schutz von Wasser gefunden werden, um den Wohlstand der Bürger zu halten und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.

Bereits 2012 hat die Europäische Kommission mit ihrer Mitteilung "Ein Blueprint für den Schutz der europäischen Wasserressourcen" die Wiederverwendung von kommunalem Abwasser als eine alternative Maßnahme zur Wasserversorgung mit geringen Umweltauswirkungen vorgestellt, wodurch der Wasserknappheit entgegengewirkt werden könnte. Der Bericht des Parlaments macht nun deutlich, dass es bisher an klaren Rechtsvorschriften und eindeutigen Regelungen fehle, wodurch die Vorteile eines derartigen Vorgehens noch nicht in vollem Umfang genutzt würden.

Im Bericht des Parlaments wird die Kommission nun aufgefordert, zusätzliche Anforderungen an die Wasserqualität und deren Überwachung festzulegen, wie zum Beispiel Schwermetalle, Pestizide, Desinfektions(neben)produkte, Arzneimittel oder Mikrokunststoffe. Für eine effizientere Wasserwiederverwendung sollen klarere Rechtsvorschriften und eindeutigere Regelungen festgelegt werden.
Die Kommission soll im weiteren Verlauf den Antrag des Parlaments annehmen und in geltendes Recht umwandeln.

Mit 87% Zustimmung im Parlament wurde der Antrag angenommen. Die Gegenstimmen kamen aus rechtspopulistischen bis rechtsextremen Fraktionen. Die deutschen Europaabgeordneten stimmten dem Antrag ebenfalls zu, nur drei MdEP waren dagegen, darunter Jörg Meuthen, Marcus Pretzell und Martin Sonneborn.


Weiterführende Links:


 

Neuen Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.