(...) Nach meiner Überzeugung dürfen Organe nur entnommen werden, wenn der Spender zu Lebzeiten entweder zugestimmt hatte, oder wenn er jemanden bestimmt hatte, der im Todesfall die Zustimmung geben darf, und derjenige zustimmt. Das ergibt sich aus dem Artikel 1 unseres Grundgesetzes, der Würde des Menschen, die auch nach dem Tod für die Unversehrtheit seines Leichnams gilt. (...)
Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch
(...) vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich der „Widerspruchslösung“, die ich Ihnen gerne beantworte. In der zurückliegenden Sitzungswoche haben wir im Deutschen Bundestag innerhalb einer ersten Orientierungsdebatte über eine zukünftige Reform der Organspende in Deutschland diskutiert. Auch ich habe die Debatte verfolgt und diese in ihrer ruhigen, respektvollen und auch tiefgründigen Art erlebt. (...)
(...) Oktober hat mich erreicht. Ich finde die Widerspruchslösung auch nicht so schlecht, wenn Sie mit einer Information der Bürgerinnen und Bürger verbunden wird. Jede und Jeder muss die Möglichkeit haben, wirksam und einfach diesen Widerspruch zu erklären. (...)
(...) Tendenziell befürworte auch ich den Vorschlag des Bundesministers für Gesundheit Jens Spahn, die aktive Widerspruchslösung einzuführen. Die bundesweite rückläufige Entwicklung der Organspende ist mit Sorge zu betrachten und wir brauchen dringend neue Lösungen um die Bereitschaft zu stärken. (...)
(...) Ich glaube es ist zu einfach, wenn man allen potentiellen Organempfängern eine schlechte Prognose unterstellt. Man kann nur auf die Warteliste der Empfänger aufgenommen werden, wenn man eine gute medizinische Prognose vorweisen kann. (...)