(...) Wir müssen weg von Streben nach der Vollbeschäftigung, denn das ist ein unrealistisches Ziel! In unserem Zeitalter, in dem immer mehr Aufgaben durch Computer und Maschinen besser und schneller bearbeitet werden können, müssen wir ein System schaffen, dass Arbeitslosigkeit zulassen kann, ohne in sich zusammenzufallen und ohne, dass damit Menschen die Möglichkeit auf Teilhabe am sozialen Leben verlieren. (...)
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(...) Unser Wirtschaftswachstum basiert auf einem riesigen Niedriglohnsektor. Deswegen kommt der Wirtschaftswachstum bei den Menschen nicht an. (...)

(...) Dass Sie ausgerechnet die Personenfreiheit in der EU als „Nützlichkeitsrassismus“ brandmarken, finde ich sehr bedauerlich, denn die Personenfreiheit ist eine der vier Grundfreiheiten der EU. Sie besagt, dass sich alle Bürger der Union innerhalb dieser frei bewegen dürfen. (...)
(...) Es geht aber doch nicht um die Frage, ob Menschen ihre Arbeitsstellen verlieren, weil es Zuwanderung gibt, sondern ob Menschen ihre Arbeitsstellen verlieren. Deshalb sagen wir auch explizit, dass die EU auch in den Bereichen von Sozial- und Arbeitsmarktpolitik mehr liefern muss. (...)
(...) Dennoch bin ich der gleichen Meinung wie unser Spitzenkandidat Jean-Claude Juncker, dass wir bei aller Kritik an der EU, sei sie nun berechtig oder auch nicht, nie vergessen dürfen, was das primäre Ziel und die größte Errungenschaft der europäischen Einigung waren: Frieden, Wohlstand und Freiheit in Europa. Dieses Gut können wir gar nicht genug würdigen. (...)