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(...) Dazu gehört auch im gegenseitigen Respekt anzuerkennen, dass jeder Kollege es sich nicht einfach macht und gute Gründe dafür hat, die eine oder die andere Position einzunehmen. Auch müssen wir uns nochmals in Erinnerung rufen, dass die Euro-Krise ein bisher einmaliger Vorgang ist, selbst der IWF nicht wirklich auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen kann. Deshalb ist die Unsicherheit und damit verbunden die Verunsicherung sehr groß. (...)
(...) Pauschale Kritik bringt niemanden weiter. Gerade nachdem ich mich viel mit dem Thema beschäftigt habe, bin ich gemeinsam mit den meisten Kolleginnen und Kollegen über alle Fraktionsgrenzen hinweg der Meinung, dass der ESM in Verbindung mit dem Fiskalpakt einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität des Euros leisten wird und deshalb habe ich auch zugestimmt. Dies ist im Interesse unseres Landes und deshalb stehe ich zu meiner Entscheidung. (...)
(...) Der Fiskal-Vertrag und der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) bilden zwei Seiten einer Medaille ab. Beide Verträge zusammen sollen sowohl kurzfristig, als auch langfristig zu finanzpolitischer Stabilität in der Eurozone führen. (...)
(...) ich habe mich bei der Abstimmung vergangenen Freitag zu den Themen ESM und Fiskalvertrag nicht enthalten, sondern nicht mehr mit abstimmen können. Ich war so lange wie möglich im Plenum und während der Debatte anwesend, musste aber den Bundestag vor Beginn der Namentlichen Abstimmungen verlassen (die übrigens eigentlich für 20.30 Uhr geplant waren), um den letzten Zug zu bekommen, mit dem ich noch Hannover erreichen konnte, um an dem seit Monaten auf diesen Tag festgesetzten Landesparteitag in Niedersachsen teilnehmen zu können, bei dem zum einen die Listenaufstellung für die Landtagswahlen im kommenden Januar vorgenommen wurde und das weitere Vorgehen gegen ESM und Fiskalvertrag beraten wurde. (...)