Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch
(...) Organe werden Menschen entnommen, deren Tod festgestellt wurde und die vor Ihrem Tod zugestimmt haben, dass ihnen nach dem Tod Organe entnommen werden dürfen. Ich weise daher auch Ihre Aussage, ich würde mich für die "Explantation von lebenden menschlichen Körpern als Therapieform" einsetzen, zurück. (...)
(...) meine Äußerung in der Orientierungsdebatte zur Organspende hat sich mit der Frage der Abfrage der Willenserklärung befasst. Als Gegenmodell zur Widerspruchslösung habe ich gemeinsam mit AbgeordnetenkollegInnen von SPD und Grünen vorgeschlagen, dass statt dieser regelmäßig eine Abfrage der Spendebereitschaft erfolgt. (...)
(...) vielen Dank für Ihre Nachricht zur aktuellen Diskussion um die Organspende! Ich unterstütze auf jeden Fall die Behandlung des Themas im Gesundheitsausschuss des Bundestages noch vor einer Entscheidung bezüglich einer Widerspruchslösung. Ihre Ausführungen über eine zentrale Registrierung halte ich zwar für eine gute Idee, aber sie ist auch recht bürokratisch. (...)
(...) Dies würde bei eine Regelung, bei der die Entscheidung klar ermittelt werden kann, weitestgehend entbehrlich. Die Belastung durch die Widerspruchslösung besteht deshalb in erster Linie darin, sich mit dem Thema einmal auseinandersetzen zu müssen. Ob dies als zumutbar eingestuft werden kann, wird die Güterabwägung zwischen den kollidierenden Grundrechtsnormen ergeben. (...)
(...) Gerade in Verbindung mit den Notfalldaten sehe ich große Chancen, die Identifizierung von potenziellen Organspendern der Notfallmedizin sichtbar zu machen. Wir werden uns dieser wichtigen Thematik weiter intensiv widmen. (...)