Wie stehen Sie zu einer möglichen Budgetierung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung?
Ich arbeite seit 2020 als approbierte Psychotherapeutin in der ambulanten Versorgung und helfe täglich Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wieder am gesellschaftlichen Leben, dem Schulalltag und am Arbeitsleben teilzunehmen. Das spart uns allen in Zukunft viel Geld - die Kosten meiner Berufsgruppe am den gesamten Gesundheitsausgaben sind nach wie vor marginal.
Hier sind die wichtigsten Fakten, die verdeutlichen sollten, wie absurd es wäre bei uns einfach nur zu kürzen - das macht Versorgung nicht effektiver - sondern einfach nur schlechter verbunden mit hohen gesellschaftlichen Folgekosten.
Sehr geehrte Frau T.,
ich bin gegen eine Budgetierung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung, weil wir gerade in diesem Bereich ein bereits überfordertes Versorgungssystem haben. Als Fraktionsvorsitzender der AfD Fraktion im Hessischen Landeswohlfahrtsverband weiß ich um die Probleme in den vorgelagerten Systeme im Bereich der psychiatrischen, psychotherapeutischen und sozialpsychiatrischen Versorgung in Hessen. Sie sind überlastet, aufgrund fehlenden Personals und gestiegenen Fallzahlen und eine Budgetierung würde den Beruf nicht wirklich attraktiver machen, was die Lage wegen fehlenden Nachwuchses zukünftig weiter verschärfen wird. Und dies nicht alles nicht nur auf dem Rücken der Therapeuten, sondern auch zu Lasten der betroffenen Menschen die dringend Unterstützung brauchen. Ich sehe durch eine Budgetierung die Versorgungssicherheit, und hier besonders für gesetzlich Versicherte, gefährdet, und lehne die Budgetierung strikt ab. Ich hoffe ich konnte Ihre Frage damit ausreichend beantworten. Herzliche Grüße, Arno Enners
