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Wie soll die Rente mit 73 funktionieren, wenn man auf dem Arbeitsmarkt bereits mit 50 als zu "ALT" gilt, trotz guter Ausbildung und aktuellem Hintergrundwissen? Armut bei Jobverlusten vorprogrammiert?

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Bärbel Bas
SPD
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Frage von Kerstin K. •

Wie soll die Rente mit 73 funktionieren, wenn man auf dem Arbeitsmarkt bereits mit 50 als zu "ALT" gilt, trotz guter Ausbildung und aktuellem Hintergrundwissen? Armut bei Jobverlusten vorprogrammiert?

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau K.,

vielen Dank für Ihre Frage. Da Sie sich auf meine Aufgaben als Bundesministerin für Arbeit und Soziales beziehen, antworte ich Ihnen nicht in meiner Funktion als Abgeordnete, sondern als Mitglied der Bundesregierung sowie dank der Zuarbeit der Bundesverwaltung:

Das Thema Menschen 50+ am Arbeitsmarkt ist für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) von zentraler Bedeutung. Die Erwerbstätigkeit ist für viele Menschen mehr als Broterwerb. Sie bietet Anerkennung sowie soziale Kontakte und trägt zu einem erfüllenden Leben bei. Zudem steht Deutschland vor der Herausforderung eines Fachkräftemangels. Deshalb ist es wichtig, dass ältere Menschen die Chance haben, lange erwerbstätig zu sein.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt unverzichtbar sind. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich die Suche nach einer neuen Beschäftigung mit zunehmendem Alter schwieriger gestaltet. 

Wir empfehlen, dass ältere Arbeitsuchende aktiv die Vermittlungs- und Beratungsleistungen der für sie zuständigen Agentur für Arbeit oder des Jobcenters nutzen. Den Vermittlungsfachkräften vor Ort stehen zahlreiche Maßnahmen zur Verfügung, die die berufliche Wiedereingliederung älterer Arbeitsuchender unterstützen können, wie beispielsweise der Eingliederungszuschuss.

Wir haben mit der Fachkräftestrategie zusätzlich ein Maßnahmenpaket vorgelegt, um die Potenziale älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verstärkt zu nutzen. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt das BMAS mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) kleine und mittlere Unternehmen dabei, Arbeitsbedingungen für ältere Beschäftigte gesund und motivierend zu gestalten. INQA wirbt zudem dafür, dass ältere Beschäftigte als wertvolle Fachkräfte wahrgenommen werden - von den Unternehmen, aber auch von den älteren Fachkräften selbst. Dabei geht es besonders darum, Altersstereotype zu vermeiden, gegen Diskriminierung zu wirken und alternsgerechtes Arbeiten sowie Weiterbildung zu fördern. Alle Infos dazu finden Sie unter www.inqa.de.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kontakt aufzunehmen. Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier: https://www.bmas.de/DE/Service/Kontakt/kontakt.html.

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Bas

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