Wie stehen Sie zum geplanten Abriss der bestehenden Straßenbahnbrücke in der Rennbahnallee und zur damit verbundenen Aufgabe der Straßenbahnverbindung zwischen Zoo und Neuem Friedhof?
Sehr geehrter Herr S.,
Im Rahmen meines kommunalpolitischen Ehrenamtes habe ich mich sehr lange und sehr umfassend mit der Straßenbahnerweiterung nach Reutershagen und der damit verbundenen Abkopplung des Neuen Friedhofs von der Straßenbahn beschäftigt.
Durch die neue, veränderte Streckenführung, ist es nicht mehr sinnvoll eine Linie für eine einzige Station fahren zu lassen, zumal die Brücke in der Rennbahnallee sehr kostenaufwändig saniert werden müsste. Das ist nicht wirtschaftlich. Würde es sich hierbei um einen längeren Streckenabschnitt handeln, könnte man trotzdem für eine Sanierung werben. Für eine einzige Station, die auch laut Fahrgastzählern kaum frequentiert wird, ist das aber kaum zu rechtfertigen. Wir haben diese Frage in der Gremien der Bürgerschaft wirklich hoch und runter diskutiert. In der Abwägung der Argumente, finde ich das jetzt vorgesehene Agieren der RSAG und der Stadt für sinnvoll. Ich verstehe, dass die Menschen, die bisher auch diese letzten Meter mit der Bahn durchfahren können, etwas Komfort verlieren und zu Recht nicht begeistert sind. Als Politiker, der aber die Bedürfnisse der ganzen Stadt im Blick hat, begrüße den Neubau der Tram West inklusive der damit zwangsläufig einhergehenden Änderungen. Zehntausende werden davon profitieren. Nochmal: eine ganze TramLinie dann weiterhin für eine einzige Haltestelle zu betreiben (denn das wäre die einzige logische Konsequenz), die kaum genutzt wird, dazu noch Millionen Euro in eine Brückensanierung zu investieren, erscheint mir nicht sinnvoll.
Insofern: ja, ich stehe zu dieser Entscheidung, die ich in der Bürgerschaft mitgetroffen habe. In der Abwägung der Argumente ist das aus meinet Sicht die einzig richtige Entscheidung.
