Wie ordnen sie NGOs wie HateAid ein, die sich für Opfer von digitaler Gewalt einsetzen?
Sehr geehrte Frau Demuth,
Sie gehören zu den Unterzeichnenden der aktuellen Petition "Gemeinsam gegen digitale Gewalt!". Gleichzeitig richten sich Stimmen in Ihrer Partei deutlich gegen NGOs wie HateAid und bezeichnen diese als linksaktivistisch.
Eine lebendige Demokratie ist auf eine engagierte Zivilgesellschaft angewiesen. Staatliche Programme zur Demokratieförderung, die auch NGO’s wie HateAid betreffen, müssen dabei jedoch so ausgestaltet sein, dass sie breit wirken, unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven einbeziehen und das Vertrauen in ihre Ausgewogenheit stärken.
Deshalb ist es richtig, dass Bundesministerin Prien „Demokratie leben!“ weiterentwickeln und breiter aufstellen wird. Ziel muss sein, Extremismus in all seinen Erscheinungsformen wirksam zu bekämpfen und zugleich sicherzustellen, dass staatliche Förderung transparent, ausgewogen und politisch neutral erfolgt.
Pauschale Zuschreibungen gegenüber einzelnen Organisationen führen in dieser Debatte nicht weiter. Entscheidend ist eine sachliche Auseinandersetzung darüber, wie Demokratieförderung künftig noch zielgerichteter gestaltet werden kann.
