Sie fordern einen höheren Preis für Wasser für die Verbraucher. Wie ist das gerecht, wenn gleichzeitig Coca Cola 7 Milliarden Liter verbraucht zu 0,009 Cent pro Liter und für über 1€ verkauft.
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https://www.cocacolaep.com/de/unternehmen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Coca-Cola
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https://lebensmittelpraxis.de/industrie-aktuell/49166-getraenkeindustrie-coca-cola-erhoeht-preise-im-einstelligen-prozentbereich.html
Guten Tag,
Coca Cola zahlt uA in Lüneburg für die 350 Millionen Liter Wasser pro Jahr 0,009 Cent pro Liter während Verbraucher in der gleichen Stadt inkl. Abwassergebühren 0,514 Cent pro Liter zahlen, also den 50fachen Preis! Finden Sie unter dem Hintergrund der Millionengewinne der Konzerne Ihre Forderung nicht absurd? Der Konzern verlangt mittlerweile 1,13€/Liter Cola, da ist genug Spielraum für mehr Abgaben für Wasser.
Und dazu kommt dass Coca Cola 7 Milliarden Liter verbraucht und daraus lediglich 4 Milliarden Liter Getränke produziert. Und das ist nur ein Unternehmen von vielen, siehe Industrie und Agrarsektor, den sie ja kennen werden.
Sehr geehrter Herr K.,
es ist nicht korrekt, dass ich ein höheres Wassernutzungsentgelt für Privatverbraucher fordere. Vielmehr ist richtig, dass wir in Brandenburg eine Erhöhung des Entgelts für alle Nutzer planen. Unsere Überlegungen treffen also Wirtschaft, Wasserverbände und Haushalte.
Zu Ihrer Bewertung zur Gestaltung des Wassernutzungsentgelts in Ihrem Bundesland für eine Unternehmen der Getränkeindustrie beziehe ich keine Stellung. Es ist Sache jedes Bundeslandes, hier das richtige Maß zu finden. Am Ende bleibt es dabei, dass ohne eine wettbewerbsfähige Wirtschaft kein Wohlstandsniveau für Menschen unseres Landes abzusichern ist. Und das von Ihnen benannte Unternehmen ist nicht das einzige Unternehmen der Getränkeindustrie von Mineralbrunnen bis zu Brauereien.
Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die realen Gebühren für Trink- und Abwasser im Bundesvergleich für Haushalte erhebliche Unterschiede aufweisen. Sie werden von den Wasserversorgern erhoben und berücksichtigen die Kostenstrukturen in ganz unterschiedlichen Szenarien von Stadt bis Land.
Für Ihre kritischen Anmerkungen danke ich Ihnen, denn ohne kritischen Dialog gelingt keine Meinungs- und Mehrheitsbildung.
Mit freundlichen Grüßen
Hanka Mittelstädt
