Was tun sie für die Finanzierung der neuen Psychotherapie-Weiterbildung?
Guten Tag A. M.,
vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Die Linke hat die Einführung des neuen Psychotherapiestudiums grundsätzlich begrüßt, weil damit die bisherigen oft prekären Ausbildungsbedingungen beendet werden sollten. Leider zeigt sich inzwischen, dass viele Absolvent*innen Schwierigkeiten haben, einen Weiterbildungsplatz zu finden – vor allem, weil die Finanzierung der Stellen vielerorts nicht ausreichend gesichert ist.
Wir setzen uns deshalb politisch dafür ein, dass die psychotherapeutische Weiterbildung verbindlich und ausreichend finanziert wird. Konkret heißt das: Weiterbildungsstellen müssen so refinanziert werden, dass Praxen und Einrichtungen sie tatsächlich anbieten können und die Psychotherapeut*innen in Weiterbildung regulär angestellt und angemessen bezahlt werden. Die Finanzierung darf nicht davon abhängen, dass Einrichtungen die Kosten selbst tragen oder an anderer Stelle einsparen müssen.
Kathrin Vogler, die gesundheitspolitische Sprecherin der letzten WP, hat am Ende der letzten Wahlperiode, hat dazu im Bundestag mehrfach mit parlamentarischen Anfragen auf die bestehenden Probleme aufmerksam gemacht und die Bundesregierung aufgefordert, für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen (https://www.kathrin-vogler.de/start/aktuell-alt/details/jetzt-psychotherapie-weiterbildung-finanzieren/). Gleichzeitig unterstützen wir die Proteste von Absolvent*innen und Fachverbänden, die auf den Mangel an Weiterbildungsplätzen hinweisen.
Viele Grüße
Heidi Reichinnek
