Fragen und Antworten

Über Isabelle C. Casel

Ausgeübte Tätigkeit
freiberuflich (künstlerisch/publizistisch)
Berufliche Qualifikation
M.A. Kunstgeschichte, Archäologie, Städtebau
Wohnort
Bergisch Gladbach

Isabelle C. Casel schreibt über sich selbst:

Portrait Isabelle C. Casel

Ich bilde eine Brücke zwischen Kunst und Politik, zwischen Stadt und Land, Bewegung und Partei, in die unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen hinein, mit meiner Biografie und meinem Engagement in zahlreichen zivilgesellschaftlichen Gruppen. Ich bin aktiv in der Friedensbewegung seit meiner Studienzeit und in unserer Partei im Zuge ihrer Gründung. Zuletzt habe ich an der Vernetzung der Friedensbewegung und Klimagerechtigkeits-Bewegung mitgewirkt, mit den Kernthemen Militärische CO2 Emissionen, Atomwaffenverbot, sowie mehr Demokratie und Mitbestimmung von unten nach oben in allen Bereichen.

Ich bin nicht nur Akademikerin, sondern habe mit ausbeuterischer Erpressung von großen Firmen und Verlagen, prekärer Beschäftigung bis zur Selbstausbeutung als freie Journalistin und Künstlerin die unschönen Abgründe eines vielfältigen Berufslebens erfahren. Politische Recherchen, Gesellschaftsstudien oder Reisen führten mich schon auf alle Kontinente und in ca. 58 Länder. Ich bin sowohl in der Welt als auch in den unterschiedlichsten Gesellschaftsgruppen weit herumgekommen, so dass ich eine breite Perspektive auf die Probleme unserer Zeit bekommen konnte.

Der Kampf für Gerechtigkeit, Frieden, ökologische Nachhaltigkeit, partizipative Demokratie und gegenseitiges Verständnis gibt mir Sinn, es ist wer ich bin, was mich ausmacht. Es ist mir wichtig diese Themen im Zusammenhang anzusprechen, denn sie bedingen einander. Ebenso wichtig ist es mir diese Forderungen für alle Menschen gleichermaßen zu erreichen, anstatt sich nur für bestimmte Gruppen einzusetzen. Das bedeutet kein gegeneinander ausspielen von individuellen und sozialen Rechten, von Menschenrechten gegen Völkerrecht, von Recht auf Leben gegen die Menschenwürde - das kann und muss alles zusammenwirken. Wie können wir die Spaltung der Gesellschaft überwinden, Menschen die Angst und Frustration zu nehmen und wieder Mut machen mit uns gemeinsam für eine bessere Zukunft zu kämpfen, ist eine Kernfrage für diesen Wahlkampf.

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Kandidaturen und Mandate

Kandidatin Bundestag Wahl 2021

Angetreten für: DIE LINKE
Wahlkreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Wahlkreisergebnis
2,80 %

Politische Ziele

Die Bedeutung von Frieden klar machen und Krieg als Mittel der Politik wieder ächten, angefangen mit der Umsetzung des Bundestagsbeschlusses von 2010: zum Abzug der US Atomwaffen, sowie Deutschlands Beitritt und aktiven Einsatz zum Atomwaffenverbotsvertrag. Jeder Cent der für Rüstung ausgegeben wird konterkariert jedes Recht auf Leben und zerstört Umwelt sowie Gesundheit. Frieden ist wichtiger als alles andere, was leider oft erst bemerkt wird, wenn es zu spät ist. Wenn wir in der heutigen Welt den Frieden nicht erhalten, machen alle politischen Forderungen keinen Sinn mehr. Ich stehe zu den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts alle internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel beizulegen, so wie es in der UN Charta nach der grausamen Gewalterfahrung der Weltkriege festgelegt wurde - das bedeutet: "Frieden schaffen ohne Waffen"!

Friedenspolitik ist die einzig wirkliche, nachhaltige und erfolgreiche Sicherheitspolitik. Gewalt, Militäreinsätze und Aufrüstung sind und waren niemals die Lösung, wie Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jugoslawien etc. zeigen. Sie führen nur zu mehr Gewalt, Terror und Destabilisierung, jede Waffenlieferung hat das nur weiter befeuert. Daher wollen wir Einsätze und Manöver der Bundeswehr im Ausland, sowie Waffenexporte stoppen. Menschenreche und humanistische Werte können nie mit Bomben, Regime Changes, oder nach dem „Recht des Stärkeren“ geschützt werden, weil man sie dann selbst vollkommen negiert. Anstatt Aufrüstung, Konfrontation und Feindbildgenerierung, wie gegen Russland und China, brauchen wir Kooperation und Interessensausgleich durch Dialog auf Augenhöhe. 

Die Bundestags-Entscheidung zum Atomwaffenabzug macht klar, dass es auch bei uns große Demokratiedefizite gibt. Ich möchte den Abbau von demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten durch Privatisierungen, Lobbying und Schwächung parlamentarischer Rechte thematisieren und rückgängig machen. Das gilt auch für die Einschränkung von Grundrechten durch Versammlungsgesetze, Überwachungsmaßnahmen und die Meinungsmacht privater Social Media Plattformen. Wir brauchen die Garantie von Grund- und Freiheitsrechten, befreit von Angst, gerade in Krisenzeiten. Parlamentsbeschlüsse müssen umgesetzt werden und die Interessen der Mehrheit müssen durchgesetzt werden auch mit Volksentscheiden.

Weitere Ziele, neben Frieden und partizipativer Demokratie sind natürlich soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Im Grunde müssen alle diese Themen zusammengedacht und angegangen werden. Eine glaubwürdige Politik sozialer Gerechtigkeit ist nur erreichbar, wenn das Militärbudget auf das Minimum zur Landesverteidigung innerhalb der deutschen Grenzen reduziert wird. Eine glaubwürdige Politik ökologischer Nachhaltigkeit ist nur erreichbar, wenn nach dem Verursacherprinzip die militärischen Emissionen durch Manöver und Einsätze gestoppt werden und die 100 Konzerne die für 70 % des weltweiten Klimagasausstoßes verantwortlich sind vorrangig für die notwendigen Maßnahmen zum klimaneutralen Umbau zahlen. Der Kapitalismus zerstört durch den ungebremsten Wettbewerb um die billigsten Rohstoffe, Arbeitskräfte, sowie die besten Absatzmärkte und Transportwege, sowohl die Umwelt, die soziale Gerechtigkeit und das friedliche Zusammenleben der Völker. Ich kämpfe für ein System, das Menschen davor bewahrt sich selbst oder der Natur zu schaden, das Konkurrenz durch Kooperation und Solidarität ersetzt.

Kandidatin EU-Parlament Wahl 2009

Angetreten für: DIE LINKE
Wahlkreis: Nordrhein-Westfalen
Wahlkreis
Nordrhein-Westfalen
Listenposition
25