Durch welche Immobilienunternehmen, sonstige Unternehmen, Vereine und Verbände wurden Sie monetär im Abgeordnetenhaus-Wahlkampf 2026 unterstützt?
Laut Berliner Morgenpost erhielt die CDU Berlin im Jahr 2024 rund 750.000 Euro an Spendengeldern. Das Immobilienunternehmen Primus, das die Ruinen am Cecilienplatz kaufte, hat demnach in 2026 mindestens 75.000 Euro gespendet. In welcher Höhe wird und wurde die CDU durch das Unternehmen Laborgh unterstützt? Wie wollen Sie garantieren, dass demngegenüber die Interessen der Bürger rund um die Hiltrudstraße geschützt werden und Laborgh keinen Freibrief erhält?
Lieber Herr D.,
wir müssten über die Hiltrudstraße nicht diskutieren, wenn die Kleingartenanlage erhalten worden wäre und des entsprechende Bebauungsplanverfahren diese gesichert hätte. Leider wurde unser Antrag 0582/IX - Antrag Hiltrudstraße endlich als Kleingartenanlage dauerhaft sichern – Bebauungsplan fertigstellen durch Linke und Grüne abgelehnt und es wurde durch die damalige Bezirksstadträtin der Linken ein Bauvorbescheid erteilt. Nur dieser hat die Bebauung an dieser Stelle möglich gemacht.
Es ist richtig, dass das aktuelle Bezirksamt mit dieser fatalen Fehlentscheidung umgehen muss. Mir selbst war daher eine frühestmögliche Beteiligung der Anwohner wichtig. Zuletzt fand im Rahmen des laufenden Bebauungsplanverfahrens die Beteiligung der Öffentlichkeit statt, in deren Rahmen viele Anwohner die Möglichkeit nutzten, um ihre Einwendungen einzubringen. Diese müssen nun durch das Bezirksamt abgewogen werden.
Beim Cecilienplatz ist es nach Jahren des Stillstandes endlich gelungen, den Abriss der Ruinen zu startet und damit den Grundstein für die Beseitigung des städtebaulichen Missstandes zu legen. Ich kenne niemanden, der der dortigen Zustand länger erhalten wollte.
Zur Frage der Spenden gibt es zum Glück klare gesetzliche Transparenzvorschriften, an welche sich die CDU uneingeschränkt hält. Alle Berichte sind öffentlich zugänglich und können auf der Webseite des Deutschen Bundestages eingesehen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Martin
