Sehr geehrter Herr MdB Schraps, wie stehen Sie zur geplanten Mittelkürzung der Studienvorbereitung für Zugewanderte bei der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) im Haushaltsplan für 2026?
Sprachkurs statt Sparkurs!
Sehr geehrter Herr MdB Schraps,
der Garantiefonds Hochschule (GF-H) steht vor erheblichen Mittelkürzungen in 2026. Damit ist nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Zukunft vieler junger Menschen gefährdet. Bereits jetzt warten mehr als 1.000 Ratsuchende auf einen studienvorbereitenden GF-H-Sprachkurs (B2 und C1), ohne den für sie ein Hochschulstudium in Deutschland nicht möglich ist. Mit der geplanten Mittelkürzung i.H.v. 5 Millionen Euro drohen noch mehr blockierte Bildungswege. Dabei wirkt der GF-H nachweislich erfolgreich: Der GF-H eröffnet jungen Menschen, seit über 50 Jahren, Teilhabechancen, schafft Bildungsperspektiven und Chancengerechtigkeit und stärkt unsere Gesellschaft. Zudem leistet der GF-H einen wichtigen Beitrag um dem Fachkräftemangel in akademischen Berufen (in Deutschland fehlen u.a. auch Lehrkräfte und Ärzte*innen) entgegenzuwirken.
Über eine baldige Antwort von Ihnen freue ich mich!
Mit freundlichen Grüßen
Dorothea W.
Sehr geehrte Frau W.,
bitte entschuldigen Sie zunächst meine verspätete Rückmeldung. Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Engagement zur Stärkung des Garantiefonds Hochschule (GF-H).
Erfreulicherweise ist im Rahmen der Haushaltsverhandlungen im November vergangenen Jahres der Kinder- und Jugendplan (KJP) durch die Beschlüsse aus der Bereinigungssitzung nicht wie bereits im Regierungsentwurf vorgesehen um 9 Millionen Euro, sondern insgesamt sogar um fast 18 Millionen Euro gestiegen.
Dem Garantiefonds Hochschule stehen nun zusätzliche 5,3 Millionen Euro und damit insgesamt 16,3 Millionen Euro zur Verfügung, damit ist dieses für viele zugewanderte junge Menschen enorm wichtige Bildungsprogramm gerettet.
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Schraps
