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Wie stehen Sie zum aktuellen Vorschlag zur Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes?

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Leif Bodin
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Frage von Jan L. •

Wie stehen Sie zum aktuellen Vorschlag zur Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes?

Sehr geehrter Herr Bodin,

Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, das IFG im Sinne der Bürger/-innen zu reformieren. Der jetzige Beschluss des Koalitionsausschusses ist das genaue Gegenteil: SPD und Union planen einen massiven Bruch des Koalitionsvertrags – und den größten Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der Bundesrepublik. Die vorgeschlagenen Änderungen würden der Informationsfreiheit in Deutschland de facto ein Ende setzen.

Anfragen wären nur noch nach Nachweis eines „berechtigten Interesses“ möglich – und damit fast nie. Außerdem könnten Anfragen künftig zehntausende Euro kosten. Zivilgesellschaftliche Organisationen oder Pressevertreter dürften offenbar keine Anfragen mehr stellen, ebenso wenig Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder Unionsbürgerschaft. Behörden könnten Anträge über weitere Bereichsausnahmen noch leichter ablehnen.

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