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Wie erklären Sie uns das höhere Renteneintrittsalter der gepeplanten Reform – besonders für Menschen, die viele Beitragsjahre geleistet haben?

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Lina Seitzl
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Frage von Martin S. •

Wie erklären Sie uns das höhere Renteneintrittsalter der gepeplanten Reform – besonders für Menschen, die viele Beitragsjahre geleistet haben?

Frau Dr. Seitzl, viele Menschen in meinem Umfeld – mich eingeschlossen – machen sich Sorgen, wie lange wir tatsächlich arbeiten können. Wie erklären Sie uns, warum das in der geplanten Rentenreform vorgesehene höhere Renteneintrittsalter dennoch fair und tragfähig sein soll, gerade für diejenigen, die sehr belastende Jobs haben? Oder auch viele Beitragsjahre geleistet haben?

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihre Frage. Gerade Menschen, die früh ins Berufsleben eingestiegen sind, jahrzehntelang Beiträge gezahlt oder körperlich und psychisch belastende Arbeit geleistet haben, brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit.

Nach geltendem Recht steigt die Regelaltersgrenze bereits schrittweise auf 67 Jahre. Die Alterssicherungskommission schlägt nun vor, sie ab 2032 moderat an die weitere Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln. Zugleich empfiehlt sie, den bisherigen abschlagsfreien Renteneintritt nach 45 Versicherungsjahren durch eine neue Schutzregelung für langjährige Beitragszahlende zu ersetzen, die ihren langjährig ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Diese Vorschläge sind noch kein Gesetz.
Sie gehen in Teilen über den Koalitionsvertrag hinaus. Dort haben CDU, CSU und SPD vereinbart, statt einer weiteren Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf flexible Übergänge und freiwilliges längeres Arbeiten zu setzen und den abschlagsfreien Renteneintritt nach 45 Beitragsjahren zu erhalten.
Die Empfehlungen müssen nun sorgfältig beraten werden. Für die SPD ist entscheidend, dass die gesetzliche Rente verlässlich bleibt und die Lebensleistung langjährig Versicherter anerkannt wird. Eine steigende durchschnittliche Lebenserwartung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht alle Menschen gleich lange gesund arbeiten können.

Eine Reform kann deshalb nur fair und tragfähig sein, wenn sie wirksamen Vertrauensschutz und faire Übergangsregelungen vorsieht und Menschen in besonders belastenden Berufen gezielt absichert. Sie darf nicht dazu führen, dass langjährig Beschäftigte faktisch nur mit hohen Abschlägen in Rente gehen können. Daran werde ich die konkrete gesetzliche Ausgestaltung messen.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Lina Seitzl

 

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