Sie nannten es eine "Kürzungskommission": wie lösen Sie den Widerspruch zu Ihrer eigenen Forderung nach einem breiteren Einzahlendenkreis?
Sehr geehrter Herr Pantisano,
Sie bezeichneten die Rentenkommission in der Bundestagsdebatte vom 26.6.2026 als "Kürzungskommission" und kritisierten insbesondere die geplante Kapitalrente. Die Kommission empfiehlt zugleich eine Erweiterung des Kreises der Einzahlenden in die Rentenversicherung, eine Forderung, die Die Linke seit Jahren selbst erhebt (Erwerbstätigenversicherung). Wie lösen Sie den Widerspruch zwischen der grundsätzlichen Ablehnung des Gesamtpakets und der inhaltlichen Übereinstimmung bei diesem einzelnen Punkt? Unterstützt Ihre Fraktion diesen Vorschlag trotz der Gesamtkritik?
Es besteht aus unserer Sicht kein Widerspruch. Wir lehnen die Rentenkommission als Gesamtpaket ab, weil sie Rentenkürzungen und den Ausbau der Kapitalrente empfiehlt. Die Ausweitung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung ist dagegen seit Jahren eine Kernforderung der Linken. Diesen Vorschlag unterstützen wir ausdrücklich allerdings nicht gekoppelt an Maßnahmen, die das Rentenniveau senken oder die gesetzliche Rente durch kapitalgedeckte Modelle ersetzen.
