Frage an Mark Helfrich bezüglich Soziale Sicherung

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Mark Helfrich
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Frage an Mark Helfrich von Carlo P. bezüglich Soziale Sicherung

Sehr geehrter Herr Helfrich,

seit etlichen Jahren betreut das IZET Itzehoe das Unternehmen "Pflegehelden", die polnische Pflegerinnen als Arbeitnehmerinnen:Das Personal ist bei unserem Partner-Unternehmen in Polen angestellt und wird für das betreute Wohnen daheim nach Deutschland entsendet.

Wie stehen Sie zu einer so langfristigen Betreuung durch das IZET, das ja Gründer betreuen soll?

Wie stehen Sie dazu, dass polnische Arbeitskräfte zu polnischen Bedingungen nach Deutschland vermittelt werden, die hier als Helferinnen entlohnt werden, obwohl sie in Polen ausgebildete Pflegerinnen sind?

Frage von Carlo P. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 3 Tage 17 Stunden

Sehr geehrter Herr Posselt,

nach meinen Recherchen ist die Pflegehelden Franchise GmbH im August 2010 gegründet worden und besteht somit seit etwas mehr als drei Jahren. Das IZET hat in der Tat die Aufgabe, Gründer zu betreuen. Das umfasst nach meinem Verständnis aber auch die ersten Jahre nach der Gründung eines Unternehmens, bis es auf eigenen Beinen steht. Auch gilt es zu bedenken, dass nicht jedes Unternehmen im IZET automatisch personalintensiv betreut wird. Viele Unternehmen beschränken sich auf die Nutzung der angemieteten Büroräume und der vorhandenen Infrastruktur. Eine Fehlbelegung des IZETs durch die Pflegehelden würde im Übrigen auch sehr schnell bei den Routineüberprüfungen der Investitionsbank, die für den damaligen Fördermittelgeber fungiert, auffallen.
Der EU-Binnenmarkt mit seiner Dienstleistungs- und Arbeitnehmerfreizügigkeit sorgt bei starken Lohngefällen naturgemäß für Verwerfungen. Dies erleben wir derzeit nicht nur in der Pflege, bei der es natürlich einen immensen und weiter zunehmenden Bedarf an Fachkräften gibt. Um diese Fachkräfte dauerhaft zu gewinnen, ist es erforderlich, dass ausländische Ausbildungsabschlüsse in Deutschland einfacher anerkannt werden. Eine dauerhaft Entlohnung zu Konditionen des Heimatlandes lehne ich ab, weil dadurch der bestehende Mindestlohn in der Pflegebranche unterlaufen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Mark Helfrich

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