Ihre Position zur automatischen Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung
Sehr geehrte Frau Braun,
in der aktuellen Debatte über die Zukunft und die finanzielle Stabilisierung unseres Rentensystems wird immer wieder der Vorschlag diskutiert, das gesetzliche Renteneintrittsalter automatisch an die statistische Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln.
Da dieses Thema die Lebensplanung von Millionen Menschen in unserem Land – und auch in Ihrem Wahlkreis – direkt betrifft, möchte ich Sie ganz konkret nach Ihrer persönlichen und fraktionellen Haltung dazu fragen:
Stimmen Sie einer solchen automatischen Kopplung des Rentenalters zu (Ja oder Nein) und wie begründen Sie Ihre Entscheidung? Welche alternativen Maßnahmen favorisieren Sie gegebenenfalls, um die Rentenkasse langfristig stabil zu halten?
Vielen Dank für Ihre Transparenz und Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Erich G.
Sehr geehrter Herr G.,
haben Sie vielen Dank für Ihre Frage hinsichtlich meiner Position zur automatischen Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung.
Vorab möchte ich betonen, dass meine Handlungsmöglichkeiten als Landespolitikerin in Bezug auf Bundesgesetze begrenzt sind und ich keinen direkten politischen Einfluss auf dieses Thema habe. Jedoch habe ich eine Meinung: Persönlich finde ich die automatischen Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung schwierig. Ich selbst komme aus der Landwirtschaft und weiß daher nur zu gut, dass sich Menschen - je nach ausgeübtem Beruf und lebenslanger körperlicher sowie psychischer Belastung - nicht in Statistiken und durchschnittliche Lebenserwartungsmodelle abbilden lassen können.
Gleichwohl muss uns allen bewusst sein, dass wir das Rentensystem auf neue, stabilere und gerechtere Beine stellen müssen. Hierfür hat die Grüne Bundespartei einen Plan entwickelt, den Sie hier nachlesen können: https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/was-unsere-politik-fuer-dich-bedeutet/rente-sicher-machen-fuer-ein-gutes-leben-im-alter/
Schönen Gruß von Martina Braun
