Sind die klammen Kassen der Pflegeversicherung nicht eher ein Bürokratieproblem?
Sehr geehrter Herr Dr. Meister,
meine Frau hat Pflegestufe 3, ich arbeite Vollzeit. Aufgrund familärer Unterstützung brauchen wir keinen Pflegedienst, sondern jemanden, der alle zwei Wochen beim Putzen unterstützt.
Bürokratiebedingt kostet eine ganz normale Haushaltshilfe, abgerechnet über den Entlastungsbetrag, 40€/h (!). Das führt dazu, dass wenn die Pflegeperson, meine Schwiegermutter, im Urlaub ist, wir die Haushaltshilfe über die Verhinderungspflege abrechnen.
Das wäre nicht notwendig, wenn die Unterstützung einen üblichen Stundensatz kosten würde. Dafür müsste man aber Bürokratie abbauen, beispielsweise in Form von Dokumentations-, Zertifizierungs- und Ausbildungspflichten. Die Kosten für die Pflegeversicherung, diese Dokumente zu prüfen, möchte ich mir gar nicht vorstellen.
Auf mich macht das eher den Eindruck, als wäre dieses System so gebaut, dass AWO und co. konkurrenzbefreit sind.
Sollten wir, vor Kürzungen und Beiträgen, nicht erstmal bei solchen Dingen ansetzen?
Guten Tag, Herr L.,
vielen Dank für Ihre Frage. Ich nehme die Beantwortung von Bürgeranfragen aus meinem Wahlkreis Bergstraße sehr ernst. Bitte schicken Sie Ihre Anfrage dazu an mich persönlich, damit ich Ihnen direkt antworten kann. Meine E-Mail-Adresse lautet: michael.meister@bundestag.de
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Meister, MdB
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