Welche Maßnahmen planen Sie auf Bezirksebene, um den eklatanten Mangel an kassenärztlichen Psychotherapieplätzen und niedrigschwelligen Beratungsangeboten spürbar abzubauen?
Der Mangel an Therapieplätzen ist real. Das erlebe ich auch in Tempelhof-Schöneberg immer wieder.
Wir wollen deshalb in jedem Bezirk psychosoziale Zentren stärken und ausbauen, in denen Beratung, Krisenhilfe und die Vermittlung an weitere Angebote zusammenlaufen. Lange Wartezeiten dürfen nicht dazu führen, dass Menschen keine Hilfe bekommen. Auch den Berliner Krisendienst wollen wir dauerhaft rund um die Uhr absichern und durch mobile Teams ergänzen.
Für Menschen ohne Krankenversicherung oder mit wenig Geld wollen wir außerdem kostenlose und mehrsprachige Erstberatungsstellen schaffen.
Bei den Kassensitzen sind uns auf Landes- und Bezirksebene allerdings Grenzen gesetzt, weil das grundsätzlich Bundesangelegenheit ist. Über den Bundesrat wollen wir uns deshalb dafür einsetzen, dass die Bedarfsplanung endlich an die Realität einer wachsenden Großstadt wie Berlin angepasst wird.
