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„Wie will die CDU das Netto stärken und die massive Rentenlücke für Höchstbeitragszahler schließen, statt nur den Beamtenapparat auf Kosten der arbeitenden, erbelosen Mitte weiter aufzublähen?“

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Nicolas Zippelius
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Frage von Philipp R. •

„Wie will die CDU das Netto stärken und die massive Rentenlücke für Höchstbeitragszahler schließen, statt nur den Beamtenapparat auf Kosten der arbeitenden, erbelosen Mitte weiter aufzublähen?“

Sehr geehrter Herr Zippelius,

als Bürger Ihres Wahlkreises sorge ich mich um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Mein Haushalt verdient ca. 160.000 €, doch als Aufsteiger ohne Erbe fühle ich mich zunehmend als Milchkuh des Staates.

In den letzten fünf Jahren ist mein Reallohn gesunken: Kalte Progression, steigende Sozialabgaben und die Inflation fressen jede Gehaltserhöhung auf. Es bleibt immer weniger Netto vom Brutto. Gleichzeitig wächst der Beamtenapparat stetig an, den wir finanzieren müssen, während die eigene Altersvorsorge und Hausabzahlung ohne Erbe kaum noch zu stemmen sind.

Linke Pläne zur Erhöhung des Spitzensteuersatzes und Schwächung des Splittings bestrafen Fleiß zusätzlich. Wie will die CDU das Staats-Wachstum stoppen und dafür sorgen, dass Leistungsträgern wieder spürbar mehr Netto bleibt? Wir brauchen keine ideologische Umverteilung, sondern echten Schutz für die arbeitende Mitte.

Über eine Rückmeldung freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen
Philipp R.

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Antwort von CDU

Ich pflichte Ihnen bei: Geld allein löst kein Problem; hierbei sollten sich alle einig sein. Ich empfehle hierbei den Vorschlag einer Reform, den erst kürzlich meine Kollegen aus dem Deutschen Bundestag Dr. Yannick Bury MdB und Florian Dorn MdB vorgelegt haben. Diesen finden Sie zusammengefasst u.a. hier: https://www.morgenpost.de/politik/article411788298/unionsabgeordnete-praesentieren-plan-fuer-umfassende-steuersenkungen.html.

Sie sprechen einen Punkt an, der in der öffentlichen Debatte oft untergeht: Wer über Jahrzehnte den Höchstbeitrag zahlt, erhält eine Rente, die nicht in gleichen Rahmen zu den eingezahlten Beiträgen steht. Das ist ein strukturelles Problem des umlagefinanzierten Systems.

Unsere Ansätze:

  • Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge: Die Einführung eines Generationenkapitals soll die gesetzliche Rente durch einen staatlich verwalteten Fonds ergänzen – finanziert aus Bundeshaushaltsmitteln, nicht aus zusätzlichen Beiträgen.
  • Flexiblere Übergangsregelungen: Wer länger arbeiten möchte, soll davon stärker profitieren, z. B. durch höhere Zuschläge bei späterem Renteneintritt.
  • Keine weitere Belastung der Beitragszahler: Wir lehnen eine Anhebung des Rentenbeitragssatzes über 20 % ab.

Zu den Beamten kann ich Ihnen sagen, dass nur ca. 10% der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind beim Bund beschäftigt (Stand Juni 2024). Zugleich hat die Koalition in ihrem KoaV bereits beschlossen, die Anzahl perspektivisch zu reduzieren (Zeilen 1810 ff.): "Wir müssen und wollen mit weniger Personal gute Arbeit machen. Wir werden den Personalbestand in der Ministerial- und Bundestagsverwaltung sowie in bestimmten nachgeordneten Behörden bis zum Jahr 2029 um mindestens acht Prozent reduzieren. Das ausgeuferte Beauftragtenwesen des Bundes reduzieren wir um rund 50 Prozent. Im Rahmen einer ressortübergreifenden Verwaltungsreform wollen wir die Rekordanzahl von mittlerweile über 950 Bundesbehörden durch Zusammenlegungen und durch einen Abbau von Redundanzen reduzieren. Bundesressorts sollen sich auf ministerielle Aufgaben konzentrieren."

 

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