Wie stellen Sie sicher, dass die Menschen in Deutschland und in ihrem Wahlkreis ausreichend vor den Auswirkungen der extremen Wetterereignisse geschützt sind?
In den letzten Wochen sind über 5000 Menschen in Deutschland mehr gestorben als üblich. Dies soll auf die Hitzewelle zurück zuführen sein. Ganz gleich, ob sie den Klimawandel als menschengemacht anerkennen oder nicht - die Menschen müssen vor solchen extremen Wetterereignissen geschützt werden und bisher macht das sonst keine Fraktion.
Sehr geehrte Frau E.,
vielen Dank für Ihre Frage!
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts kam es während der jüngsten Hitzewelle zu einer erhöhten Übersterblichkeit von rund 5.000 Menschen. Dabei handelt es sich um eine statistische Schätzung und nicht um eine Zahl nachgewiesener Einzelfälle, bei denen Hitze als alleinige Todesursache festgestellt wurde.
Unabhängig davon gilt: Der Staat hat die Pflicht, insbesondere ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen bestmöglich vor den Folgen extremer Wetterereignisse zu schützen. Dafür brauchen wir einen leistungsfähigen Katastrophenschutz, gut ausgestattete Feuerwehren und Rettungsdienste, moderne Warnsysteme sowie gezielte Maßnahmen zum Hitze- und Hochwasserschutz. Dazu gehören für mich auch ausreichend klimatisierte Krankenhäuser sowie Pflege- und Altenheime, damit besonders gefährdete Menschen in Hitzeperioden wirksam geschützt werden.
Ich setze mich dafür ein, dass öffentliche Mittel vorrangig in den konkreten Schutz der Bevölkerung und in eine widerstandsfähige Infrastruktur investiert werden. Gleichzeitig dürfen wir unsere Wälder nicht für den Bau von Windkraftanlagen opfern. Intakte Wälder leisten einen wichtigen Beitrag zum Wasserhaushalt, zum Bodenschutz, zur Artenvielfalt und zu einem ausgeglichenen lokalen Klima.
Der Schutz der Menschen und unserer natürlichen Lebensgrundlagen muss im Mittelpunkt stehen, mit pragmatischen und wirksamen Maßnahmen.
Ihr
René Bochmann
