Wie soll sichergestellt werden, dass alle Kinder – unabhängig von ihrem Unterstützungsbedarf – bestmöglich gefördert werden?
Sehr geehrte Frau Z.,
vielen Dank für Ihre Frage. Ich nehme an, dass sich Ihre Frage auf IKJHG-SGB-VIII-Reform und das Kita-Qualitätsgesetz bezieht.
Wir als AfD-Fraktion vertreten in dieser Diskussion eine gänzlich andere Position als die anderen Parteien. Für uns ist das Justieren bestimmter Inklusionsschrauben grundsätzlich Teil eines bildungspolitischen Konstruktionsfehlers. Ich teile die Meinung unserer AfD-Bildungspolitiker, dass das gesamte Inklusionskonzept gescheitert ist und auf falschen Prämissen basiert.
Die von den Bildungspolitikern der AfD-Fraktionen Ende 2023 beschlossene Resolution zum Thema Förderschulen bringt es auf den Punkt:
„Förderschulen haben sich für die meisten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf als beste Schulform bewährt. […] Hinter der ideologisch motivierten Schließung von Förderschulen stehen häufig Motive zur Kosteneinsparung.
Wir stellen fest: Förderschulen sind darauf spezialisiert, junge Menschen mit geistigen, sensorischen, sprachlichen, sozial-emotionalen oder schwerwiegenden allgemeinen Lernbehinderungen optimal zu fördern. Sie erfüllen damit sachgerecht die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention nach gleichen Bildungschancen für alle. In Regelschulen erhalten dagegen Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf oft nicht die nötige Zuwendung. Im Gegenteil: Eine primär ideologisch motivierte Beschulung von Kindern mit den oben genannten Beeinträchtigungen an Regelschulen führt zu einer unzureichenden Förderung der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
[…] Wenn der Grad der Beeinträchtigung eines Schülers eine erfolgreiche reguläre Beschulung erwarten lässt und optimale Lern- und Förderbedingungen vorliegen, spricht nichts gegen eine Inklusion in den Regelunterricht“ (https://afdbundestag.de/bildungspolitiker-der-afd-fraktionen-beschliessen-resolution-zum-thema-foerderschulen/).
Wir würden also grundlegender ansetzen und den Förderbedarf nicht durch eine fehlgeleitete „Inklusion“, sondern durch eine gezielte Förderung nach den jeweiligen Fähigkeiten adressieren.
Mit freundlichen Grüßen,
René Springer, MdB
