Wie denken Sie darüber, wenn mitten in Wohngebieten militärische Einrichtungen geplant sind? Sollte es diese, schon wegen der Sicherheit der Bevölkerung, dort besser nicht geben?
„200 Kasernen sollten in zivile Verwaltung kommen, um Wohnraum zu schaffen. Doch daraus wird eventuell nichts, weil die Bundeswehr aufrüstet und die Kasernen vielleicht selber braucht.“
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/bundeswehr-wohnungen-kasernen-wohnungsbau-100.html
„Der Umwandlungsstopp für ehemalige Liegenschaften der Bundeswehr sorgt in BW für Diskussionen. Heidelberg sieht den Bau von neuen Wohnungen für über 10.000 Menschen in Gefahr …"
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/bundeswehr-liegenschaften-umwandlung-gestoppt-folgen-staedte-wohnungen-100.html
"Recht bekannt sind dabei große Vorhaben wie das Patrick-Henry Village (Heidelberg) mit geplantem Wohnraum für 10.000 Menschen oder Holtenau-Ost (Kiel) für 5.000 Personen.“
https://www.imi-online.de/2026/03/23/kasernen-statt-wohnraum/
Wie denken Sie darüber?
In vielen Städten gibt es Waffenverbotszonen für die Bürger. Wäre es nicht sinnvoll Waffenverbotszonen für das Militär einzurichten?
Sehr geehrter Herr G.,
vielen Dank für Ihre Anfrage zu diesem hochrelevanten Thema, das viele Menschen vor Ort zu Recht beunruhigt. Militärische Einrichtungen haben mitten in Wohngebieten nichts verloren.
Wir erleben in vielen Kommunen eine massive Wohnungsnot. Wir brauchen die Flächen für bezahlbaren Wohnraum und nicht für eine fortschreitende Militarisierung des öffentlichen Raums.
Sie haben das Patrick-Henry Village (Heidelberg) erwähnt. Gerne möchte ich darauf konkret eingehen, weil es in meinem Wahlkreis liegt und ich mich damit sehr beschäftigt habe. Vor einem Jahr sah es dort noch so aus, dass zivile Nutzungen auf der Konversionsfläche gefährdet sind, weil sie für militärische Nutzungen vorrätig gehalten werden sollte. Mit gezielten Anfragen an die Bundesregierung haben wir mit dazu beigetragen, dass es mehr Transparenz gibt, die Verhandlungen mit der Stadt in Gang gekommen und zu einem positiven Abschluss geführt haben. Denn in Heidelberg wird es keine Kaserne geben: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/phv-heidelberg-kuenftige-nutzung-absichtserklaerung-100.html
Wie hoffen, dass die jahrelang geführten Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über den Kauf der Konversionsfläche durch die Stadt Heidelberg in diesem Herbst zum Abschluss kommen. Andernfalls werden wir im Bundestag parlamentarisch Druck aufbauen.
Beste Grüße
Sahra Mirow
