Warum hat die SPD das StromVKG verabschiedet ohne die Zukunftstechnologie der Stromspeicher zu berücksichtigen? Sehen sie keinen Anlass dieses zu korrigieren?
Betreff: StromVKG: Meine Forderung zur Bundesratssitzung – Korrektur der Fehlsteuerung
Sehr geehrte(r) Abgeordnete(r) / sehr geehrte Damen und Herren,
nach dem gestrigen Bundestagsbeschluss zum StromVKG wende ich mich als Bürger/in Ihres Bundeslandes an Sie. Dass dieses Gesetz trotz massiver Kritik an der systemischen Benachteiligung von Speichern und der fossilen Bindung verabschiedet wurde, ist ein schwerer Fehler für Verbraucher und Wirtschaft.
Ich fordere Sie nachdrücklich auf: Setzen Sie sich im weiteren Prozess, insbesondere bei der anstehenden Bundesratssitzung, für eine grundlegende Korrektur dieser Fehlsteuerung ein. Die künstliche 10-Stunden-Hürde für Kapazitäten muss fallen, um klimaneutrale, dezentrale Batterietechnologien nicht länger künstlich aus dem Markt zu drängen. Wir brauchen eine Energiewende, die nicht auf teuren, fossilen Provisorien und neuen Umlagen basiert, sondern auf intelligenter, zukunftsfähiger Speicherinfrastruktur.
Lieber Herr S.
das Ziel von uns als SPD ist ein Kapazitätsmarkt, der technologieoffen ist, nicht unnötig auf fossile Kraftwerke setzt, sondern Speicher und flexible Lösungen fördert. Wir müssen die Ausgestaltung weiter überprüfen und dort ändern, wo Speicher bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden. Ich denke trotzdem, dass das StromVKG ein wichtiger erster Schritt war, auch wenn es noch Verbesserungsbedarf gibt. Stromspeicher sind eine zentrale Zukunftstechnologie für ein sicheres und zuverlässiges Stromsystem und müssen deshalb stärker berücksichtigt werden.
Die fachpolitischen Sprecherinnen und Sprecher, insbesondere Marc Timmer für Landtags- und Nina Scheer für die SPD-Bundestagsfraktion, haben sich intensiver mit dem Gesetzesentwurf beschäftigt. Sie können die Position der SPD deutlich ausführlicher darstellen als ich.
