Stimmen Sie der automatischen Kopplung des Rentenalters zu? ja oder nein?
Sehr geehrte Fragestellerin!
Ich gehe davon aus, dass Sie mit Ihrer Frage das Modell einer möglichen Kopplung des Renteneintrittsalters DRV an die jeweilige Entwicklung der Lebenserwartung meinen. Dieses ist ein diskutabler Ansatz unter vielen und wäre zugleich möglicher Baustein, die gesetzliche Rente finanzierungsfester etc. auszugestalten. Die Fachpolitiker meiner Bundestagsfraktion schlagen derzeit einen anderen Weg vor: Wir wollen eine Regelaltersgrenze von 67 Jahren sichern und zugleich eine abschlagsfreie Rente nach 45 Arbeitsjahren ermöglichen, vgl. Einzelheiten und Details in Bundestagsdrucksache 21/2165. Diesen Ansatz halten wir für gerechter und ausgewogener. Betonen muss ich an dieser Stelle, dass das gesamte Altersvorsorgesystem, das aus drei Schichten besteht, einer gründlichen Revision bedarf, die den Bedürfnissen der Generationen gerecht wird, tragfähig finanzierbar sowie zugleich wirtschaftsanregend sein muss, ohne dabei die Lebensplanungshoheit der Einzelnen zu sehr einzuschränken. Insoweit wird das Thema der gesetzlichen und privaten Altersvorsorge noch lange den politischen Raum und Diskurs beschäftigen. Die damit verbundenen Problemlagen sind durch die aktuelle Diskussion und etwaige Lösungsansätze nicht abschließend erledigt. Vor diesem Hintergrund beantworte ich Ihre Frage verkürzt mit "nein".
Herzliche Grüße
Ihr
Thomas Fetsch MdB
