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Worin liegen die erheblichen Nachteile eines Erhaltes des Kopfbahnhofs? Ist die Stabilität des Betriebes, die maximale Kapazität und die Fußläufigkeit zur Innenstadt nicht das was wichtig ist?

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Frage von Felix S. •

Worin liegen die erheblichen Nachteile eines Erhaltes des Kopfbahnhofs? Ist die Stabilität des Betriebes, die maximale Kapazität und die Fußläufigkeit zur Innenstadt nicht das was wichtig ist?

Sie schreiben: "Gleichzeitig wäre aber auch ein dauerhafter Parallelbetrieb von Kopf- und Tiefbahnhof keine gute Lösung. Sowohl für den Bahnbetrieb als auch für die Kundinnen und Kunden würde eine solche Lösung erhebliche Nachteile mit sich bringen."

Können Sie die erheblichen Nachteile benennen?

Ich habe die KI Grok zum Thema befragt, die beide Seiten erläutert. Aus den Antworten von Grok lese ich, dass kleine Schäden an einer Weiche beim Tunnelbahnhof gravierender sind als beim Kopfbahnhof. Ich habe die Antworten kopiert und auf meinen Blog gestellt: https://viertuerme.blogspot.com/2026/02/fragen-grok-zu-stuttgart-21-und-den.html

Darüber hinaus ist der Wechsel von einem Bahnsteig zum anderen bei S 21 mit zwei Treppen verbunden, nicht anders als wenn ich vom Tunnel zum Kopfbahnhof gehe.

Ruhrgebiet: Oben Eisenbahn, Erdgeschoss Straßenbahn, Keller: U-Bahn.

München: Hbf. hat zwei Flügelbahnhöfe, Wege weiter als von S21 nach K21, Straßenbahn, S-Bahntunnel, U-Bahn.

Osnabrück: Zwei Höhen.

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Antwort von Volt

Für die Kundinnen und Kunden sehe ich die erheblichen Nachteile darin, dass die Bahnsteige des Kopfbahnhofs deutlich höher als die Verteilerstege des Tiefbahnhofs liegen. Insbesondere der Zugang zur S-Bahn wäre mit weiten Wegen verbunden. Darüber hinaus wäre ein Kombibahnhof deutlich unübersichtlicher. Ob man beide Argumente als erhebliche Nachteile ansieht, liegt im Auge des Betrachters. Ich bleibe jedoch bei meiner Einschätzung. 

Hinsichtlich des Bahnbetriebs müsste der Zulauf zum Kopfbahnhof aus Richtung Cannstatt zukünftig über den S-Bahn-Tunnel erfolgen, was den schon jetzt katastrophalen S-Bahn-Betrieb zusätzlich stören würde. Nur so wäre ein Kopfbahnhof machbar ohne das Rosensteinquartier komplett beerdigen zu müssen. Aus Richtung Feuerbach müsste eine ingenieurtechnisch schwierige Lösung für die Vereinbarkeit mit der bereits im Bau befindlichen P-Option gefunden werden.

Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der von mir vorgeschlagenen Alternativen zu einem Kopfbahnhof verweise ich auf das Verkehrsministerium BW: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/schienenknoten-stuttgart-zukunftsfaehig-machen

 

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