Was unternehmen Sie um eine mögliche Budgetierung der Psychotherapie und dadurch deutliche Verschlechterung der psych. Versorgung zu verhindern?
Sehr geehrter Herr Sorge
Ich wende mich an Sie, da die Situation neben der 4,5 Kürzungen der GKV (Selbstbestimmung) nun einen weiteren Bereich in der Therapie betrifft. Der Gesetzesentwurf der Finanzkommission: .Eine weiter Kürzung unseres Gehalts würde durch die Abschaffung der Zuschläge für Kurzzeittherapie erfolgen, ebenso steht die Bugetierung unserer Leistungen zur Diskussion. Hier verändert sich die Lage, da dieser Gesetzesentwurf im Bundestag diskutiert werden muss.
Die geplanten Kürzungen und Budgetierungen hätten z.b. erhebliche Auswirkungen auf eine bereits voll ausgelastete kinder- und jugendpsychiatrische Einzelpraxis. Mein Landkreis ist stark unterversorgt; durch eine Budgetierung kann ich meine halben Sitz nicht mehr wie bisher maximal auslasten. 54 Kinder (Kinder im Bereich Traumatherapie) kann ich jeden Monat dann nicht mehr versorgen. Mit nur 18 bezahlten Patienten statt wie bisher 30 die Woche bin ich wirtschaftlich gesehen pleite + die Jugend wird abgehängt.
Sehr geehrte Frau G.,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Als CDU/CSU-Fraktion setzen wir uns für eine Gesundheitspolitik, die eine hochwertige psychotherapeutische Versorgung gewährleistet, ein. Neben einer guten Aus- und Weiterbildung und vernünftigen Arbeitsbedingungen ist dabei auch die finanzielle Vergütung von großer Bedeutung. Hier hat die Selbstverwaltung zuletzt eine Entscheidung getroffen, die sich negativ auf das Honorar von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auszuwirken droht. Als Regierungskoalition werden wir die Auswirkungen dieser Entscheidung genau beobachten. Auch das Bundesministerium wertet die aktuellen Entwicklungen aus.
Mit freundlichen Grüßen
