Vierter Entschließungsantrag der Linken zur GKV-Reform

Im Zusammenhang mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat die Fraktion Die Linke einen vierten Entschließungsantrag zur psychotherapeutischen Versorgung eingebracht.

Die Linke kritisiert insbesondere die geplante Rückführung psychotherapeutischer Leistungen in die sogenannte morbiditätsorientierte Gesamtvergütung und damit in die Budgetierung. Nach Ansicht der Fraktion könnte dies zu einem Rückgang der Behandlungskapazitäten führen und bestehende Versorgungsengpässe weiter verschärfen. Davon seien insbesondere gesetzlich Versicherte sowie schwer psychisch erkrankte Menschen betroffen, die bereits heute teilweise lange auf einen Therapieplatz warten müssten. Die Fraktion warnt außerdem davor, dass kurzfristige Einsparungen langfristig höhere Folgekosten verursachen könnten, etwa durch zusätzliche stationäre Behandlungen oder längere Arbeitsunfähigkeiten. Auch die vorgesehene Streichung der gesetzlichen Mindesthöhe für psychotherapeutische Honorare lehnt die Linke ab. Sie befürchtet dadurch eine weitere Einschränkung des Angebots und eine Verschlechterung der Vergütung von Psychotherapeut:innen.

Die Linke fordert die Bundesregierung deshalb auf, psychotherapeutische und neuropsychologische Behandlungen weiterhin außerhalb der Budgetierung zu vergüten. Zudem soll die Regelung wieder eingeführt werden, die eine gesetzliche Mindesthöhe für die Vergütung von Psychotherapeut:innen gewährleistet.

Der Entschließungsantrag wurde mit 326 Nein-Stimmen zu 267 Ja-Stimmen bei sechs Enthaltungen abgelehnt.

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Dafür gestimmt
267
Dagegen gestimmt
326
Enthalten
6
Nicht beteiligt
31
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Porträtfoto - Adam Balten vor dem historischen Rathaus in Wesel.Adam BaltenAfD112 - Wesel I Dafür gestimmt
Felix Banasazak steht im Duisburger Stadtwald. Er hat die Hände zusammengelegt, sein Blick geht geradeaus in die Kamera.Felix BanaszakBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN115 - Duisburg II Dafür gestimmt
Portrait von Karl BärKarl BärBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN222 - Bad Tölz-Wolfratshausen – Miesbach Dafür gestimmt
Portrait von Dorothee BärDorothee BärCDU/CSU247 - Bad Kissingen Dagegen gestimmt
Portrait von Thomas BareißThomas BareißCDU/CSU295 - Zollernalb – Sigmaringen Dagegen gestimmt
Portrait von Sören BartolSören BartolSPD170 - Marburg Dagegen gestimmt
Portrait von Dietmar BartschDietmar BartschDie Linke14 - Rostock – Landkreis Rostock II Dafür gestimmt
Portrait von Bärbel BasBärbel BasSPD114 - Duisburg I Dagegen gestimmt
Portrait von Marcel BauerMarcel BauerDie Linke271 - Karlsruhe-Stadt Dafür gestimmt
Portrait von Christina BaumChristina BaumAfD68 - Harz Dafür gestimmt
Portrait von Bernd BaumannBernd BaumannAfD19 - Hamburg-Altona Dafür gestimmt
Portrait von Günter BaumgartnerGünter BaumgartnerCDU/CSU229 - Rottal-Inn Dagegen gestimmt
Portrait von Katharina BeckKatharina BeckBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN21 - Hamburg-Nord Dafür gestimmt
Portrait von Carsten BeckerCarsten BeckerAfD297 - Saarlouis Dafür gestimmt
Portrait von Desiree BeckerDesiree BeckerDie Linke172 - Gießen Dafür gestimmt
Portrait von Jens BehrensJens BehrensSPD145 - Soest Dagegen gestimmt
Portrait von Lukas BennerLukas BennerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN86 - Aachen I Dafür gestimmt
Marc BernhardAfD271 - Karlsruhe-Stadt Dafür gestimmt
Portrait von Melanie BernsteinMelanie BernsteinCDU/CSU8 - Segeberg – Stormarn-Mitte Dagegen gestimmt
Portrait von Birgit BessinBirgit BessinAfD65 - Elbe-Elster – Oberspreewald-Lausitz Dafür gestimmt
Portrait von Daniel BettermannDaniel BettermannSPD167 - Kassel Dagegen gestimmt
Lorenz Gösta Beutin, Spitzenkandidat der Linken Schleswig-Holstein zur Bundestagswahl 2025Lorenz Gösta BeutinDie Linke1 - Flensburg – Schleswig Dafür gestimmt
Portrait von Peter BeyerPeter BeyerCDU/CSU104 - Mettmann II Dagegen gestimmt
Portrait von Marc BiadaczMarc BiadaczCDU/CSU260 - Böblingen Dagegen gestimmt
Portrait von Steffen BilgerSteffen BilgerCDU/CSU265 - Ludwigsburg Dagegen gestimmt