Überprüfung ausländischer Investitionen in der EU

Das EU-Parlament hat neue Regeln zur Überprüfung ausländischer Investitionen in strategisch wichtige Bereiche der Europäischen Union beschlossen. Ziel der geplanten Vorschriften ist es, Sicherheitsrisiken und mögliche Gefahren für die öffentliche Ordnung besser zu erkennen und zu begrenzen.

Künftig sollen Investitionen aus Nicht-EU-Staaten in sensiblen Bereichen wie Verteidigung, Halbleitern, KI, kritischen Rohstoffen und Finanzdienstleistungen verpflichtend geprüft werden. Die Mitgliedstaaten sollen bewerten, ob dadurch Risiken für wichtige Technologien, Infrastruktur oder Lieferketten entstehen. Gleichzeitig sollen die Prüfverfahren vereinfacht und die Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden und der EU-Kommission verbessert werden, um schneller auf Sicherheitsrisiken reagieren zu können. Die EU betont dabei, weiterhin offen für ausländische Investitionen zu bleiben.

Hintergrund ist die Reform der seit 2020 geltenden EU-Regeln für ausländische Direktinvestitionen. Ereignisse wie die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und zunehmende geopolitische Spannungen haben nach Ansicht der EU gezeigt, dass kritische Wirtschaftsbereiche besser geschützt werden müssen. Die EU-Kommission hatte deshalb Anfang 2024 strengere Regeln vorgeschlagen.

Achtung: Die rechts dargestellten Abstimmungsergebnisse spiegeln nur das Abstimmungsverhalten der 96 deutschen EU-Abgeordneten wider und nicht das aller 720 EU-Abgeordneten.

Die neuen Vorschriften wurden insgesamt mit 508 Ja-Stimmen zu 64 Nein-Stimmen bei 90 Enthaltungen angenommen. Von den deutschen EU-Abgeordneten stimmten 72 dafür und 14 dagegen. Es gab vier Enthaltungen.

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Dafür gestimmt
72
Dagegen gestimmt
14
Enthalten
4
Nicht beteiligt
6
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Sergey LagodinskySergey LagodinskyGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von Bernd LangeBernd LangeS&D Dafür gestimmt
Katrin LangensiepenKatrin LangensiepenGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portraitfoto Marie-Sophie Lanig Marie-Sophie LanigEVP Dafür gestimmt
Portrait von Peter LiesePeter LieseEVP Dafür gestimmt
Portrait von Norbert LinsNorbert LinsEVP Dafür gestimmt
Portrait von Erik MarquardtErik MarquardtGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von David McAllisterDavid McAllisterEVP Dafür gestimmt
Alexandra MehnertEVP Dafür gestimmt
Verena Mertens MdEPVerena MertensEVP Dafür gestimmt
Hans NeuhoffESN Dagegen gestimmt
Dr Hannah NeumannHannah NeumannGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von Angelika NieblerAngelika NieblerEVP Dafür gestimmt
Portrait von Maria NoichlMaria NoichlS&D Dafür gestimmt
Portrait von Jan-Christoph OetjenJan-Christoph OetjenRenew Dafür gestimmt
Portrait von Jutta PaulusJutta PaulusGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von Friedrich PürnerFriedrich Pürnerfraktionslos Enthalten
Portrait von Dennis RadtkeDennis RadtkeEVP Dafür gestimmt
Portrait von Terry ReintkeTerry ReintkeGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von René RepasiRené RepasiS&D Nicht beteiligt
Die Europaabgeordnete Sabrina Repp hat lange blonde Haare und ein schwarzes Oberteil an. Sie lächelt auf dem Bild, das einen roten Hintergrund hat.Sabrina ReppS&D Dafür gestimmt
Portrait von Nela RiehlNela RiehlGrüne/EFA Dafür gestimmt
MdEP Manuela Ripa (ÖDP)Manuela RipaEVP Dafür gestimmt
Portrait von Oliver SchenkOliver SchenkEVP Dafür gestimmt
Martin SchirdewanMartin SchirdewanThe Left Dafür gestimmt